In NRW soll es in Zukunft „Sportgrundschulen“ geben. Das teilte die NRW-Landesregierung am Montag, 29. Juni, mit. Mit dem neuen Zertifikat sollen laut Staatskanzlei Grundschulen ausgezeichnet werden, die sich in besonderem Maße für Bewegung und Sport engagieren. Ziel sei es, Kinder bereits ab der ersten Klasse an den organisierten Sport heranzuführen sowie Talente frühzeitig zu erkennen und gezielt zu fördern.
Um die Auszeichnung können sich ab sofort 90 Kooperationsgrundschulen der 18 NRW-Sportschulen bewerben, die an ihren Standorten jeweils Kooperationen mit fünf Grundschulen aufgebaut haben. Voraussetzungen für das Zertifikat sind unter anderem zusätzliche Bewegungs- und Sportangebote, Maßnahmen zur Talentsichtung, die Teilnahme an Schulsportwettbewerben sowie die Zusammenarbeit mit lokalen Sportvereinen.
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„Die sportlichen Talente in unserem Land erhalten durch die Kooperation mit der NRW-Sportschule noch früher Gelegenheit, ihre Begabung zielgerichtet weiterzuentwickeln und die Basis für spätere leistungssportliche Erfolge zu legen“, sagte NRW-Sportstaatssekretärin Andrea Milz (CDU). Schulministerin Dorothee Feller (CDU) betonte: „Wer heute Begeisterung für Sport weckt, legt den Grundstein für die Spitzensportlerinnen und Spitzensportler von morgen.“
Wenn Sport und Bewegung in der Grundschule gestärkt werden sollen, braucht es auch bessere Bedingungen vor Ort.
Anne Deimel, VBE
Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW fordert vor dem Hintergrund des Zertifikats eine Stärkung des Sportunterrichts insgesamt. „Ein Zertifikat kann nur ein erster Schritt sein. Wenn Sport und Bewegung in der Grundschule gestärkt werden sollen, braucht es auch bessere Bedingungen vor Ort: ausreichend Fachkräfte, sanierte Turnhallen, geeignete Außengelände mit Sport- und Bewegungsflächen sowie genügend Schwimmhallen“, sagte deren Vorsitzende Anne Deimel. (dpa)







