Wie realistisch ist ein AfD-Ministerpräsident in Deutschland – und welche Folgen hat die sogenannte Brandmauer gegenüber der Partei? Neue Umfragedaten des Instituts INSA, erhoben im Auftrag der „Bild“ unter 1003 Wahlberechtigten, geben darauf einen detaillierten Einblick.
Mehrheit erwartet AfD-Ministerpräsident
Laut Angaben der Zeitung fällt besonders deutlich das Ergebnis bei der Einschätzung künftiger Regierungschefs aus: Fast sieben von zehn Befragten (69 Prozent) halten es für wahrscheinlich, dass die AfD nach den kommenden Landtagswahlen in mindestens einem Bundesland den Ministerpräsidenten stellt.
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Dabei sind die Erwartungen nicht einheitlich. 41 Prozent gehen davon aus, dass dies in einem einzelnen Bundesland geschieht, weitere 28 Prozent halten sogar mehrere Länder für möglich. Lediglich 16 Prozent schließen ein solches Szenario vollständig aus, während 15 Prozent unentschieden bleiben.
Skepsis gegenüber möglichen Koalitionen
Gleichzeitig zeigen die Daten eine deutliche Zurückhaltung gegenüber klassischen Regierungsoptionen unter Beteiligung der Union. Auf die Frage, welche Koalition die aktuellen Probleme am besten lösen könnte, antwortet die größte Gruppe mit Abstand: keine der genannten Varianten.
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38 Prozent trauen weder einer Union-SPD-Koalition (19 Prozent), einer Union-AfD-Kooperation (23 Prozent) noch einer unionsgeführten Minderheitsregierung (9 Prozent) eine überzeugende Problemlösung zu. 11 Prozent äußern sich unentschieden.
Unions-Wähler zwischen AfD und Linken gespalten
Spannend ist auch der Blick auf die bevorzugten Koalitionsoptionen innerhalb der Wählerschaft. Unter allen Befragten würden 40 Prozent eine Zusammenarbeit der CDU mit der Linken bevorzugen, 36 Prozent hingegen eher eine Kooperation mit der AfD.
Bei den Anhängern der Union verschiebt sich das Bild noch deutlicher: 48 Prozent sprechen sich hier für ein Bündnis mit der Linken aus, während 27 Prozent eine Zusammenarbeit mit der AfD befürworten. 25 Prozent sind unentschlossen.
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Brandmauer: Jeder Zweite sieht Nutzen für die AfD
Kontrovers diskutiert wird zudem die sogenannte „Brandmauer“ der anderen Parteien gegenüber der AfD. 45 Prozent der Befragten sind laut „Bild“ der Ansicht, dass diese Abgrenzung der AfD eher nützt. 30 Prozent sehen diesen Effekt nicht, während 25 Prozent keine klare Meinung dazu haben.
Auch beim Thema eines möglichen AfD-Verbots zeigt sich ein tief gespaltenes Bild. In der Gesamtbevölkerung sprechen sich 38 Prozent dafür aus, 47 Prozent dagegen. 15 Prozent sind unentschieden.
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Innerhalb der Unionsanhängerschaft fällt die Bewertung anders aus: Dort befürwortet eine knappe Mehrheit von 51 Prozent ein Verbotsverfahren, 35 Prozent sind dagegen, 14 Prozent unentschlossen.








