Angesichts der Kandidatur von FDP-Vize Wolfgang Kubicki für den Bundesvorsitz zieht der amtierende Parteichef Christian Dürr seine eigene Bewerbung zurück. Eine Parteisprecherin bestätigte der Deutschen Presse-Agentur einen entsprechenden Bericht der „Bild“.

„Ich habe keinen Zweifel daran, dass die FDP wieder erfolgreich sein wird“, erklärte Dürr am Ostersonntag. „Die Voraussetzung ist eine geschlossene Formation. Ich leiste meinen Beitrag dazu, unterstütze Wolfgang Kubicki und werde nicht antreten.“ Dürr fügte hinzu: „Ich will vor allem, dass unser Land wieder nach vorne kommt. Dafür braucht es eine starke FDP mit klaren Positionen für Marktwirtschaft und Freiheit. Wolfgang hat das Zeug dazu, das zu schaffen.“

FDP: Urgestein Wolfgang Kubicki soll es richten

FDP-Urgestein Kubicki hat nur einen Tag zuvor seine eigene Kandidatur auf dem Kurznachrichtendienst „X“ und bei „Bild“ angekündigt. Nach derzeitigem Stand gibt es neben ihm nur noch einen Gegenkandidaten: den nordrhein-westfälischen FDP-Landes- und Fraktionsvorsitzende Henning Höne (39). Unterstützt wird dieser von Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die ihre eigene Kandidatur zurückgezogen hat.

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Die FDP war im März bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und in ihrem Stammland Baden-Württemberg an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert und somit nicht in die Parlamente eingezogen. Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 war sie bereits aus dem Bundestag geflogen - zuvor war im Bund die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP geplatzt. Der damalige Parteichef Christian Lindner zog sich aus der Politik zurück, Dürr übernahm damals.

Im März hatte der Bundesvorstand um Dürr beschlossen, beim Parteitag im Mai geschlossen zurückzutreten. Dürr hatte aber angekündigt, wieder für den Vorsitz kandidieren zu wollen. Das nahm er jetzt zurück.

lro/dpa