Zuletzt flog die Heimatschutzministerin Kristi Noem aus der Regierung, nun denkt Donald Trump wohl über einen weiteren Personalwechsel nach. Wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichten, soll der US-Präsident mit Vertrauten einen Rauswurf der Justizministerin Pam Bondi diskutiert haben.

Das Weiße Haus widersprach den Berichten, in einem Statement wird Trump mit den Worten zitiert: „Generalstaatsanwältin Pam Bondi ist eine wunderbare Person und sie leistet gute Arbeit.“ Laut Medienberichten gingen die Überlegungen allerdings soweit, dass schon über mögliche Nachfolger diskutiert wurde. In Betracht gezogen wurden demnach der derzeitige Chef der US-Umweltschutzbehörde Lee Zeldin oder Bondis stellvertretender Generalstaatsanwalt Todd Blanche. 

US President Donald Trump delivers national address on war against Iran
Die US-Justizministerin Pam Bondi gilt eigentlich als treue Trump-Unterstützerin.© AFP | Alex Brandon

Ärger über Epstein-Akten: Bondi werden Vorwürfe gemacht

Tatsächlich galt Justizministerin Bondi bislang als treue Anhängerin Trumps. Kritiker des Präsidenten warfen ihr und Trump immer wieder vor, das Justizministerium als Waffe gegen politische Kontrahenten einzusetzen. Dabei musste die US-Regierung allerdings auch einige juristische Niederlagen hinnehmen.

Zudem regte sich in Trumps engstem Kreis laut Medienberichten offenbar Unmut über den Umgang Bondis mit den Epstein Akten. Die Veröffentlichung hatte zu monatelanger Berichterstattung und Negativ-Schlagzeilen geführt. Trump wird in den Epstein-Akten etliche Male erwähnt – auch in Verbindung mit schweren Vergehen.

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Ob Bondi wirklich angezählt ist, lässt sich aber nicht mit Sicherheit sagen. Bislang sitzt Trumps Regierung relativ fest im Sattel. Der Präsident musste nur wenige Personalwechsel in Spitzenpositionen hinnehmen. Das ist insbesondere mit Blick auf die erste Amtszeit des Republikaners erstaunlich. Damals entließ Trump seine Minister am laufenden Band. Kaum einer schaffte es, die gesamten vier Jahre im Amt zu bleiben. Dieses Chaos wollten die Republikaner bei Trumps zweiter Amtszeit vermeiden.

lro