Die steigenden Spritpreise an den Tankstellen als Folge des Iran-Kriegs beschäftigen auch zunehmend die Bundesregierung. Eine geplante Tankregel gegen Preiserhöhungen trifft jedoch auf Skepsis bei den meisten Deutschen. So ergab eine neue Umfrage, dass eine Mehrheit glaubt, dass die geplante Regelung keine Effekte oder sogar höhere Spritpreise zur Folge haben wird.
Auf eine entsprechende Frage des Umfrageinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur antworteten 38 Prozent, sie rechneten mit in etwa gleichen Preissteigerungen, 37 Prozent erwarten höhere Steigerungen. Nur zwölf Prozent glauben, dass die neue Regel die Preise drücken könnte. Der Rest antwortete mit „Weiß nicht“ oder machte keine Angabe.
Die neue Regel soll bis spätestens April beschlossen werden. Seit Beginn des Iran-Kriegs sind die Preise an den Zapfsäulen kräftig gestiegen. Künftig sollen Tankstellen nur noch einmal am Tag, um 12.00 Uhr, die Preise erhöhen dürfen. Preissenkungen sollen dagegen immer möglich sein.
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Im Tagesverlauf wechseln die Spritpreise an den Tankstellen häufig, für Verbraucherinnen und Verbraucher kann das undurchsichtig sein. Fast 40 Prozent der Befragten glauben, dass die geplante Tankregel für mehr Klarheit über die Spritpreisentwicklung sorgt. 36 Prozent rechnen dagegen mit weniger Klarheit. Ein Viertel der Befragten hatte keine Antwort auf diese Frage oder beantwortete sie nicht.
Auf die Frage, ob sie besorgt sind, dass sich durch den Krieg die allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland verschlechtert, antworteten 89 Prozent der Umfrageteilnehmer, sie seien sehr oder eher besorgt. Nur neun Prozent teilen diese Sorge überhaupt oder eher nicht.
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71 Prozent der Umfrageteilnehmer sind auch über persönliche Lage besorgt
In Bezug auf ihre persönliche wirtschaftliche Lage durch den Konflikt sind die Sorgen geringer: 71 Prozent sagten, sie seien eher oder sehr besorgt. Ein Viertel ist überhaupt oder eher nicht besorgt.
Für die repräsentative Umfrage hat Yougov zwischen dem 13. und 16. März 2248 Wahlberechtigte in Deutschland befragt.
os/dpa




