Am 20. Februar ist es soweit. Dann wird Angela Merkel erstmals seit 2019 wieder persönlich bei einem CDU-Bundesparteitag anwesend sein. Die Einladungen zu den Bundesparteitagen 2022 und 2024 hatte Merkel nicht angenommen. Nun reist die frühere Bundeskanzlerin (November 2005 – Dezember 2021) in den kommenden Tagen zum Treffen nach Stuttgart. Doch wird sie dort auch einen Redebeitrag leisten?
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Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet, wird die 71-Jährige laut einer Sprecherin ihres Büros am ersten Tag des Delegationstreffens, dem 20. Februar, in Baden-Württemberg dabei sein. Dort werde Merkel als Ehrengast „bis einschließlich der Wahl des Parteivorsitzenden“ anwesend sein. Doch eine Sache stehe jetzt schon fest: „Eine Rede wird sie nicht halten“, erklärte die Sprecherin. Die Sitzung am 21. Februar wird demnach wohl ohne ihre Teilnahme stattfinden.
Damit ist aber immerhin klar, dass die frühere Regierungschefin dabei sein wird, wenn sich Friedrich Merz im Amt als Parteichef bestätigen lassen möchte. Das ist relativ überraschend, denn das Verhältnis der früheren Kanzlerin zu ihrem Nachfolger gilt als deutlich abgekühlt. Merkel hat Merz sowohl als Oppositionsführer als auch später als Kanzler mehrfach öffentlich kritisiert. Den gemeinsam mit der AfD durchgesetzten Migrationsbeschluss im Bundestag während des Wahlkampfs bezeichnete sie als Fehler. Auch die von Merz vertretene Linie, Migranten an den deutschen Grenzen zurückzuweisen, lehnt sie ab.

Zur Kanzlerwahl im vergangenen Mai war Merkel zwar im Bundestag anwesend, verließ das Parlament jedoch nach dem gescheiterten ersten Wahlgang. Die Vereidigung von Kanzler und Kabinett erfolgte dann schließlich ohne sie. Eine Teilnahme an der Feier zum 70. Geburtstag von Merz sagte sie im vergangenen November mit Verweis auf eine Israel-Reise ab.
mit dpa




