Die Bundeswehr setzt bei der Aufklärung von Nord- und Ostsee künftig auf eine Hightech-Drohne aus den USA: Wie es in einer Mitteilung auf bundeswehr.de heißt, sind im Januar acht Drohnen vom Typ MQ-9B SeaGuardian beim Hersteller General Atomics bestellt worden. Die unbemannten Flugzeuge werden vor allem für den Einsatz über See beschafft und sollen in Zukunft von Marinefliegern eingesetzt werden. Ihre Lieferung ist für das Jahr 2028 vorgesehen.
MQ-9B SeaGuardian® is the most reliable and advanced multi-mission solution for strategic, wide-area maritime operations. The only #UAS of its kind that can search for and track submarines beneath the surface, #MQ9B combines critical undersea domain awareness with advanced… pic.twitter.com/rnJtS0accm
— General Atomics Aeronautical Systems, Inc (GA-ASI) (@GenAtomics_ASI) 3. Februar 2026
Eine der wertvollen Fähigkeiten der MQ-9B SeaGuardian ist laut Bundeswehr, dass die unbemannte Drohne besonders lange in der Luft bleiben kann: Die SeaGuardian kann bis zu 30 Stunden am Stück im Einsatz bleiben. Mit einer Spannweite von rund 24 Metern und einer Länge von elf Metern ist sie größer als viele Kleinflugzeuge. Doch ihr geringes Gewicht und die langen Flügel sorgen für gute Segelflugeigenschaften. Die Reichweite liegt bei bis zu 9.250 Kilometern.
Drohnen für die Bundeswehr: Typ MQ-9B SeaGuardian soll bei Aufklärung helfen
Für die Drohnen sind verschiedene Sensoren vorgesehen, heißt es in der Mitteilung, darunter unterschiedliche Kameras und Radare, um die Meeresoberfläche zu scannen. Zusätzlich gebe es Kanister, die Sonarbojen ausstoßen können. Diese sollen es dem unbemannten Flugzeug erlauben, auch Aktivitäten unter Wasser zu erfassen, etwa die Bewegung von U-Booten.
Auch andere Flugzeuge und Schiffe der Marine sollen auf die Aufklärungsdaten der Drohne zugreifen können – bei Bedarf auch Einheiten verbündeter Streitkräfte, heißt es seitens der Bundeswehr. So könne die MQ-9B zukünftig zum Beispiel im Bereich der U-Boot-Jagd eingesetzt werden.
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Die acht MQ-9B-Drohnen sowie die zugehörigen Bodenkontrollstationen sollen künftig vom Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ in Nordholz (Niedersachsen) betrieben werden. Damit ab 2028 die ersten Drohnen fliegen können, räumt die Bundeswehr ein, bedürfe es aber noch einiger Vorbereitungen. Das Personal müsse ausgebildet und die notwendige Infrastruktur vor Ort überhaupt erst geschaffen werden.
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