Ja, der Islamische Religionsunterricht erreicht bisher nur wenige muslimische Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen. Und er ist nicht rundum gelungen, solange auch Akteure aus islamischen Organisationen, denen eine liberale Grundhaltung fremd ist, Einfluss nehmen können auf Unterrichtsinhalte.
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Aber der Islamische Religionsunterricht ist nicht etwa Teil eines Problems, sondern Teil der Lösung eines Problems. Die Rufe, dieses langsam zunehmende Angebot wieder abzuschaffen, sind nicht nur töricht, sondern brandgefährlich. Denn es gibt Kinder und Jugendliche, die Religion sonst womöglich von Predigern lernen, die Widerspruch und Mitsprache nicht schätzen, die Gelegenheit, im geschützten Raum offen und reflektiert über den eigenen Glauben und den Glauben anderer Menschen zu reden. Schule ist vielleicht sogar der einzige Raum, der noch ein solides Gegengewicht darstellen kann zu religiösen und politischen Hetzern, die sich auf Social Media und längst auch in vielen Parlamenten und Regierungszentralen tummeln.
Vorteile: Deutscher Unterricht, deutsche Schulaufsicht, in Deutschland ausgebildete Lehrer
Das Hauptargument für den Islamischen Religionsunterricht lässt die Kritik an ihm verblassen: Es ist ein Islamunterricht in deutscher Sprache, unter deutscher Schulaufsicht und mit in Deutschland ausgebildeten Lehrkräften! NRW braucht mehr davon, nicht weniger.
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Wichtig ist aber: Obacht bei der Auswahl von künftigen Islam-Lehrkräften. Und jede nur erdenkliche Unterstützung für all jene Lehrerinnen und Lehrer, die sich im Religionsunterricht – und in allen anderen Fächern - mutig darum bemühen, Antisemitismus, Homophobie und ein rückwärtsgewandtes Männer- und Menschenbild aus den Köpfen mancher Kinder zu vertreiben.





