Nicolás Maduros neuer Aufenthaltsort liegt in der 29. Straße im New Yorker Stadtteil Brooklyn, nicht weit entfernt vom Wasser. Nach seiner Gefangennahme am Samstag wurde der gestürzte venezolanische Staatschef in der Nacht zum Sonntag ins Metropolitan Detention Center verbracht. Das Center ist das einzige Bundesgefängnis in New York und landet immer wieder in den Schlagzeilen.
Maduro ist nicht der erste prominente Insasse in der Einrichtung, in der 1300 Männer und Frauen festgehalten werden. In den Zellen des grauen Gebäudekomplexes saßen bereits die Musiker Sean „Diddy“ Combs und R. Kelly, bevor sie in andere Gefängnisse verlegt wurden. Auch Ghislaine Maxwell, Komplizin von Jeffrey Epstein, saß im MDC, bis die Trump-Regierung ihr den Wechsel in ein Gefängnis mit minimaler Sicherheitsstufe ermöglichte. Aktuell wartet Luigi Mangione in Brooklyn auf seine Verhandlung; ihm wird vorgeworfen, Brian Thompson umgebracht zu haben, den Chef des Versicherungskonzerns UnitedHealthcare.
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Metropolitan Detention Center: Gewalt und mangelnde medizinische Versorgung
Doch es sind nicht nur berühmte Gefangene, deretwegen das MDC bekannt ist. Der Komplex ist berüchtigt für die miserablen Bedingungen, unter denen die Insassen dort leben. 2024 sprach ein Gericht von „gefährlichen, barbarischen“ Zuständen in dem Gefängnis. Der Richter bezog sich dabei explizit auf die Gewalt, mangelnde medizinische Versorgung und fehlende Aufsicht im Gefängnis sowie auf unverhältnismäßig lange Zeiten, in denen Gefangene in ihren Zellen eingeschlossen seien. Das Gefängnis gilt als personell drastisch unterbesetzt.

Die meisten Insassen im MDC werden dort in der Zeit vor ihrer Verhandlung festgehalten. Auch Maduro soll nach Angaben der US-Regierung bald in New York der Prozess gemacht werden.






