Was haben Böller-Opfer und eine mögliche Einführung der Wehrpflicht miteinander zu tun? Nichts, ganz genau! Was Jette Nietzard, bis Oktober gemeinsam mit Jakob Blasel, Doppelspitze der Grünen Jugend, aber nicht davon abhalten könnte, an Silvester auf der Plattform „X“ mal wieder einen provokanten Spruch rauszuhauen. „Männer, die ihre Hand beim Böllern verlieren, müssen zumindest keinen Wehrdienst leisten“, schrieb die 26-Jährige und handelte sich damit erneut einen Shitstorm ein.

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Mit ihrer Aussage beweist Nietzard, die mittlerweile als Mitarbeiterin im Büro der Grünen-Bundestagsabgeordneten Lena Gumnior erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert werden konnte, immerhin Sinn für Selbstreferentialität. Bereits zum vergangenen Jahreswechsel hatte Nietzard mit dem Spruch „Männer, die beim Böllern ihre Hand verlieren, können zumindest keine Frauen mehr schlagen“ für Empörung in der digitalen Aufmerksamkeitsblase gesorgt. Selbst in ihrer eigenen Partei hagelte es dafür Kritik. Nietzard löschte die Aussage schließlich bei „X“ und entschuldigte sich.

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Nietzard legt mit weiterer Aussage zum Wehrdienst nach

Gelernt hat Nietzard aus dem X-Debakel offenkundig wenig. Auch ihr Rückfall wird eifrig kommentiert. Der Spruch „Finger weg vom Alkohol!“ war noch eine der freundlicheren Reaktionen. Doch damit nicht genug: Ein paar Stunden später schickte die 26-Jährige auf „X“ den nächsten Aufreger hinterher. „Heute über Kids mit Schreckschusswaffe aufregen, um sie dann ab morgen zu zwingen, eine echte zu bedienen“, schrieb Nietzard mit Verweis auf die Wehrdienst-Debatte, deren Gehalt sie allerdings nicht erfasst zu haben scheint.

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Mehrere Nutzer wiesen Nietzard in den Kommentaren darauf hin, dass es beim gerade verabschiedeten Wehrdienstgesetz nicht um Zwang gehe. Alle 18 Jahre alten Frauen und Männer bekommen ab Anfang 2026 vielmehr einen Fragebogen zugeschickt, in dem ihre Eignung und Motivation für den Wehrdienst abgefragt wird. Männer müssen diesen ausfüllen, für Frauen ist die Teilnahme freiwillig. „In Deutschland kann niemand zum Dienst an der Waffe gezwungen werden. Tatsächlich geht es derzeit noch nicht einmal um einen Zwang zu irgendeinen Dienst. Sondern schlicht um eine Musterung. Die der Wehrüberwachung dient, damit der Staat überhaupt weiß, wer ihn verteidigen könnte“, schrieb ein Nutzer auf „X“.

tok