Soldaten aus Nordkorea sind nach Angaben von Kim Jong-un zur Minenräumung in der russischen Region Kursk zum Einsatz gekommen. Ihre Rückkehr verwandelte der Machthaber in eine groß inszenierte Begrüßungszeremonie. Die von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichten Bilder zeigen einen lächelnden Machthaber, der Soldaten in Pjöngjang umarmte. Einige von ihnen sitzen nach dem Einsatz im Ukraine-Krieg im Rollstuhl und sind schwer verletzt.
Neun Soldaten seien während des 120-tägigen Einsatzes ums Leben gekommen, sagte Machthaber Kim Jong Un der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA zufolge. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Von der Nachrichtenagentur veröffentlichte Fotos zeigen, wie Staatschef Kim auf die Knie geht und eine weiße Blume vor einer Gedenkwand mit Bildern gefallener Soldaten niederlegt.
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Der Einsatz begann den Angaben zufolge im August. In einer veröffentlichten Rede pries Kim das „heldenhafte“ Verhalten der Pioniereinheit während ihrer 120-tägigen Auslandsmission. Die zurückgekehrte Militäreinheit war laut KCNA Anfang August nach Russland entsandt worden und unterstützte die russische Armee in der Region Kursk im Kampf gegen die Truppen der von Russland angegriffenen Ukraine.

Die für Nordkorea beispiellose Militärkooperation mit Russland wurde vergangenes Jahr bekannt. Schätzungen des südkoreanischen Geheimdiensts zufolge wurden in mehreren Mobilisierungswellen rund 15.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg entsandt. Zudem belieferte Nordkorea die russische Armee mit großen Mengen Munition und Artillerie.
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Vermutet wird, dass das international weitgehend isolierte Land im Gegenzug Geld, Militärtechnik und Sicherheitsgarantien von Russland erhält. Zudem wird in diplomatischen Kreisen darauf verwiesen, dass Nordkoreas Armee durch den Einsatz im Ukraine-Krieg praktische Kampferfahrungen – vor allem in moderner Drohnenkriegsführung – sammele und eigene Waffensysteme in der Praxis austesten wolle. Es ist unklar, inwieweit nordkoreanische Truppen nach wie vor aktiv im Ukraine-Krieg kämpfen. Seit September wurden nach Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes aus dem vergangenen Monat rund 5000 nordkoreanische Soldaten entsandt.
dpa/AFP








