Die „Zeitenwende“ ist auch im öffentlichen Raum sichtbar: Immer häufiger sehen Bürgerinnen und Bürger militärische Fahrzeuge auf den Straßen in NRW. Bislang war für solche sogenannten „Verlegungen“ ein aufwendiger Genehmigungsprozess nötig, damit die Streitkräfte das öffentliche Straßennetz nutzen können. Jetzt aber gilt: Eine Ankündigung reicht, dann dürfen die Konvois rollen.

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) und der Kommandeur des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen, Brigadegeneral Hans-Dieter Müller, unterzeichneten eine Vereinbarung, um Militärtransporte zu beschleunigen. Das meldete das Landeskommando am Montag in einer Mitteilung.

NRW ist geografisch wichtig für den Transport von Soldatinnen und Soldaten

„In Zukunft müssen viele militärische Straßentransporte durch NRW lediglich angekündigt statt aufwendig angemeldet und genehmigt werden“, erklärte Brigadegeneral Müller: Aufgrund der geografischen Lage im „Herzen Deutschlands“ und als bevölkerungsreichstes sowie wirtschaftlich stärkstes Bundesland komme NRW eine besondere Rolle zu. Viele Hauptverkehrsrouten führten durch NRW. Etwa, wenn alliierte Streitkräfte in den Häfen der Niederlande anlegten und von dort an die Nato-Ostflanke verlegt würden.

Problematisch ist allerdings der schlechte Zustand der Straßen in NRW. Schwere Militärtransporte können daher nicht einfach so jeden Weg nutzen.