Nicht nur in Deutschland macht man sich um die Rente Sorgen. Viele Mitgliedsstaaten der Europäischen Union kämpfen ebenfalls mit einer alternden Bevölkerung und zu wenigen jungen Beitragszahlern. Die Europäische Kommission hat deshalb in der vergangenen Woche eine Änderung der Regeln vorgeschlagen, wie betriebliche Vorsorgefonds ihr Geld anlegen dürfen.
Damit wolle die Kommission EU-weit die private und betriebliche Altersvorsorge stärken. Außerdem sollen Sparer ihre Anlagen besser überblicken können. Viele betriebliche Fonds seien „zu klein, um ihre Investitionen zu diversifizieren und optimale Ergebnisse für die Sparer zu erzielen“, erklärte die Kommission.
Die vorgeschlagene Reform soll dafür sorgen, dass diese Fonds ihr Geld flexibler anlegen können. Zugleich will die Kommission neue Regeln für das Risikomanagement solcher Fonds einführen, wenn sie nicht ohnehin schon den Vorschriften für risikobasierte Anlagen unterliegen.
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EU-Kommission will Sparer stärken
Die EU-Kommission setzt sich außerdem dafür ein, dass Sparer einen besseren Überblick über ihre Finanzen bekommen. Sie empfiehlt den 27 EU-Ländern, ein Programm mit Anlagemöglichkeiten aufzusetzen. Damit will die Kommission vor allem die private Altersvorsorge stärken: Viele Menschen investieren aus Brüsseler Sicht allein deshalb nicht, weil sie sich zu wenig auskennen.
Teil der Vorschläge aus Brüssel sind außerdem Anlagen, die auch beim Umzug in ein anderes EU-Land ohne Einschränkungen weiter bespart werden können. Solche Sparpläne will die Kommission seit Jahren fördern, bislang sind sie aber kaum verbreitet. Die Kommission will mit einer Gesetzesreform nun dafür sorgen, dass Sparer unkompliziert die Basisversion eines solchen Sparplans abschließen können.
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Kommission hofft für europäische Unternehmen auf mehr Zugang zu Kapital
Hinter den Vorschlägen der Kommission steckt nicht nur die Sorge um die Renten: Sie will vor allem den Finanzmarkt in der EU stärken. Mehr anlagebasierte Rentenfonds hätten „das Potenzial, langfristige Ersparnisse in produktive Investitionen zu verwandeln“, erklärte die Kommission. Unternehmen sollen auf dem europäischen Finanzmarkt also Zugang zu mehr Kapital bekommen.
afp/dpa



