Nachdem die Aktivistin Greta Thunberg mit ihrer Gaza-Flotille von der israelischen Armee gestoppt und abgeschoben worden ist, hat US-Präsident Donald Trump die Schwedin in einem Interview verspottet. Thunberg sei „eine Unruhestifterin“, sagte Trump auf die Frage einer Journalistin. Und weiter: „Sie hat Probleme, ihre Wut zu kontrollieren. Ich glaube, sie sollte zum Arzt gehen.“ Thunberg sei „so jung und wütend“, sagte Trump. „Sie ist so verrückt.“

Die Schwedin reagierte prompt auf die wenig schmeichelhaften Worte des US-Präsidenten. Auf Instagram schrieb sie, sie wisse Trumps Sorge um ihre psychische Gesundheit zu schätzen. Direkt an den Präsidenten der USA richtete sie folgende Worte: „Ich würde mich über jede Empfehlung freuen, die Sie mir im Umgang mit diesen sogenannten ‚Problemen, meine Wut zu kontrollieren‘ geben können, da Sie – gemessen an Ihrer beeindruckenden Erfolgsbilanz – offenbar selbst darunter leiden.“
Israel stoppte vergangene Woche „Global Sumud Flotilla“ mit Greta Thunberg an Bord
Greta Thunberg, die mit ihrem Umweltaktivismus und freitäglichen Schulstreik „Fridays for Future“ berühmt geworden ist, hat sich im Sommer gemeinsam mit hunderten Mitstreiterinnen und Mitstreitern auf den Weg nach Gaza gemacht. Eigenen Angaben zufolge hatte die 42 Motor- und Segelschiffe umfassende „Global Sumud Flotilla“ mehrere Tonnen Hilfsgüter wie Nahrung, Medikamente oder Hygieneprodukte an Bord, die sie den Menschen im Gazastreifen überbringen wollte.
TRUMP ON GRETA THUNBERG:
— Khalissee (@Kahlissee) October 6, 2025
"She's a troublemaker, she has a mental problem, she's crazy, I think she needs to see a doctor. You can take her, take her."
He's Projecting, isn't he? pic.twitter.com/NcS4JQTS6x
In der vergangenen Woche hat Israel jedoch Greta Thunberg und weitere Aktivistinnen und Aktivisten gestoppt und unter anderem nach Griechenland abgeschoben. Thunberg berichtet seitdem von den Zuständen in der Gefangenschaft: Sie und weitere Mitstreiter seien körperlich und psychisch misshandelt und gedemütigt worden. Das israelische Außenministerium hatte schon erste Vorwürfe dieser Art als „dreiste Lügen“ zurückgewiesen. Alle Rechte der propalästinensischen Inhaftierten seien „vollständig gewahrt“ worden, hieß es in Jerusalem.
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Auch 14 Deutsche befanden sich in israelischem Gewahrsam. Das bestätigte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. Mittlerweile wurden auch sie nach Griechenland abgeschoben. Insgesamt wurden mehr als 400 Besatzungsmitglieder aus Dutzenden Ländern von der israelischen Armee gestoppt.
mit dpa



