Während die Welt gespannt auf eine Antwort der islamistischen Terrororganisation Hamas auf den Friedensplan von US-Präsident Donald Trump wartet, wird im Gazastreifen weiter gekämpft. Durch israelischen Beschuss wurden dabei nach Angaben aus medizinischen Kreisen in dem Küstenstreifen seit Mitternacht mindestens 23 Menschen getötet, wie die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Die israelische Armee teilte mit, sie habe in verschiedenen Teilen des Gazastreifens eine ungenannte Zahl von Gegnern getötet und Waffen sowie andere militärische Ausrüstung beschlagnahmt. Neben Bodentruppen sei auch die Luftwaffe im Einsatz gewesen.

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Israel blockiert letzte offene Verbindung vom Süden in den Norden Gazas

Seit Mittwoch blockiert Israel nach eigenen Angaben die letzte noch offene Verbindung vom Süden in den Norden des Gazastreifens. „Einwohner von Gaza, die Al-Raschid-Straße wird ab 12.00 Uhr für den Verkehr aus dem südlichen Teil des Gazastreifens gesperrt“, schrieb der israelische Militärsprecher Avichay Adraee am Mittwoch auf Arabisch in Onlinenetzwerken. Bewohner der Stadt Gaza könnten aber weiterhin über die Straße Richtung Süden fliehen. 

Das Rote Kreuz hat aufgrund der eskalierenden Gewalt in Gaza-Stadt die humanitäre Hilfe für die notleidende palästinensische Bevölkerung vorübergehend eingestellt. Das Büro sei geschlossen und die Mitarbeitenden seien in den Süden des Gaza-Streifens verlegt worden, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Mittwoch mit.

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Netanjahu in der Kritik – Israels Kriege an mehreren Fronten
Im Krisenmodus
 

Gaza: Großer Druck auf Hamas

Unterdessen gibt es viele Spekulationen, wie die Antwort der Hamas auf den von Trump am Montag in Washington im Beisein des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vorgestellten Plan ausfallen werde. Der Druck auf die Hamas ist enorm - militärisch wegen Israels Offensive im Norden des Gazastreifens und diplomatisch, weil auch Verbündete der Hamas dem Plan zugestimmt haben sollen. 

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Beobachter rechneten jedoch mit möglichen Nachforderungen oder Einschränkungen durch die Hamas. Der israelische Sender i24news berichtete, aus israelischer Sicht gebe es dafür keinen Spielraum – die Hamas könne den Plan nur annehmen oder ablehnen. Netanjahu hatte für den Fall einer Ablehnung die Fortsetzung des Gaza-Kriegs angekündigt.

Auch der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, spricht mit Blick auf Trumps Plan von einer Chance, „Frieden zwischen Israel und der arabischen Welt zu schaffen“. Erstmals unterstützten auch die arabischen Länder eine solche Initiative, sagte Prosor dieser Redaktion. „Alle haben Ja gesagt, nur die Hamas zögert und klammert sich an ihre Terrorherrschaft.“ Europa müsse nun Druck auf die Hamas ausüben.

Hamas-Massaker in Israel ist zwei Jahre her

Auslöser des Kriegs war das von Terroristen der Hamas und anderer Organisationen verübte Massaker in Israel, bei dem am 7. Oktober 2023 rund 1200 Menschen getötet und mehr als 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt worden waren. Seit Kriegsbeginn wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 66.000 Palästinenser im Gazastreifen getötet.

mja/dpa/AFP