Wenn Weltpolitik doch nur so einfach wäre. Immer mehr Staaten erkennen die Palästinensergebiete als Staat an und reagieren damit auf das Elend und den Tod, das der Krieg Israels gegen den Terror über die Zivilbevölkerung gebracht hat.

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Aber was soll das für ein Staat sein? Wie kann er überleben und sich friedlich entfalten, wenn das blanke Chaos und die Hamas regiert? Es gibt keinen Ort auf der ganzen Welt, der weiter weg von einem staatlichen Gebilde ist als Gaza. Und im Westjordanland sind die Probleme immer noch größer als die Hoffnung, dass friedliches Miteinander endlich gelingen kann.

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Netanjahu in der Kritik – Israels Kriege an mehreren Fronten
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Palästinenserstaat: Anerkennung käme zum völlig falschen Zeitpunkt

Dabei ist der zu Grunde liegende Gedanke durchaus richtig. Die Palästinenser müssen eines Tages in der Lage sein, für sich zu sorgen und ihren Alltag zu regeln. Sie brauchen auch eine Stimme, eine Perspektive und der erbarmungslose Krieg muss zu Ende gehen.

Jörg Quoos lehnt an einem Tresen.
Jörg Quoos, Chefredakteur der Funke Zentralredaktion.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Aber die Anerkennung jetzt käme zum völlig falschen Zeitpunkt. Gaza ist immer noch ein von Terroristen gelenktes Gebilde. In den Tunneln kämpfen die letzten Geiseln verzweifelt um ihr Leben. Die Terroristen, die ihre Freilassung immer noch verweigern, dürfen durch eine hilflose Symbolpolitik nicht belohnt werden. Es wäre fatal, wenn die Hamas ausgerechnet mit dem Terror vom 7. Oktober ihr Ziel des eigenen Staates erreichen würde.

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Gerade für Deutschland verbietet sich dieser Schritt. Er wäre zu billig und darf nicht echtes Engagement ersetzen. Deutschland muss als Freund helfen, dass Israel aus der verfahrenen Lage herauskommt und in der Region wieder Ruhe einkehrt. Mit Terroristen, denen man einen Staat verschafft, wird das nicht gelingen.