In Polen haben erneut Drohnen für Irritationen gesorgt: Nach Angaben von Ministerpräsident Donald Tusk sind zwei Belarussen festgenommen worden, nachdem eine Drohne Regierungsgebäude in der Hauptstadt Warschau überflogen hatte. Der Staatsschutz SOP habe eine Drohne unschädlich gemacht, die Regierungsgebäude überflogen habe, unter anderem auch das Schloss Belvedere, den Sitz des polnischen Präsidenten, erklärte Tusk am Montag im Onlinedienst X. „Zwei belarussische Staatsbürger wurden festgenommen“, erklärte Tusk.

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Ein Sprecher des SOP sagte dem Fernsehsender TV24, dass zwei Betreiber der Drohne am Montag gegen 19 Uhr (Ortszeit) festgenommen worden seien. Deren belarussische Staatsangehörigkeit bestätigte er nicht. Die Polizei untersuche die Umstände des Vorfalls. Unbekannt ist bislang, um welche Art Drohne es sich handelte und ob sie militärisch genutzt werden konnte. 

Aktuelle News zum Ukraine-Krieg

Drohe über polnischen Regierungsgebäuden unschädlich gemacht – Innenministerium zufrieden mit Abwehr

Der stellvertretende Innenminister Wieslaw Szczepanski sagte laut Nachrichtenagentur PAP dem Fernsehsender Polsat News, der Vorfall habe gezeigt, dass die Dienste des Innenministeriums effizient seien und die wichtigsten Einrichtungen des Landes schützten.

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Polen und seine Nato-Verbündeten sind in erhöhter Alarmbereitschaft, seitdem in der Nacht zum vergangenen Mittwoch mindestens 19 russische Drohnen in den polnischen Luftraum – und damit der Nato – eingedrungen waren. Mehrere davon wurden abgeschossen. Seitdem erhält Polen verstärkte Unterstützung von Nato-Verbündeten: Polen und seine Verbündeten verurteilten den Vorfall als gezielte Provokation gegen das gesamte westliche Militärbündnis.

Nach Luftraumverletzung in Polen: Erneut sorgt Drohne in Polen für Irritationen

Unter anderem Deutschland, Frankreich und Großbritannien kündigten als Reaktion eine Verstärkung ihres Beitrags zur Luftverteidigung Polens entlang seiner Ostgrenze zur Ukraine und Belarus, einem Verbündeten Russlands, an.

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Nach Angaben westlicher Politiker gibt es Hinweise darauf, dass die Luftraumverletzung kein Versehen war. Unklar ist bislang allerdings, ob die Drohnen auf die Zerstörung von Zielen auf Nato-Territorium programmiert waren oder möglicherweise nur als Provokation oder Test der Nato-Flugabwehr gedacht waren.

afp/dpa/viv