Mutter, verheiratet, Rechtsanwältin: Das ist Nina Warken. Die CDU-Politikerin aus Baden-Württemberg ist Teil der schwarz-roten Bundesregierung und leitete zunächst das Bundesgesundheitsministerium. Nun soll sie als Nachfolgerin von Thorsten Frei Kanzleramtsministerin werden – und damit eine der engsten Vertrauten von Bundeskanzler Friedrich Merz.

Nina Warken: Wichtige Infos zur CDU-Politikerin im Steckbrief

Name Nina Ingrid Warken, geb. Bender
Geburtstag15. Mai 1975
GeburstortBad Mergentheim
ParteiCDU, seit 2002
Familienstandverheiratet, drei Kinder
Amtdesignierte Kanzleramtsministerin
WahlkreisOdenwald-Tauber

Nina Warken: Ehemann, Kinder, Tennis – die CDU-Politikerin privat

Nina Warken wurde am 15. Mai 1979 in Bad Mergentheim als Nina Ingrid Bender geboren. Sie besucht das Matthias-Grünewald-Gymnasium in Tauberbischofsheim, wo sie im Jahr 1998 das Abitur ablegt.

  • Ausbildung: Warken hat Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg studiert. 2005 legt sie das Zweite juristische Staatsexamen ab.
  • Familie: Sie ist mit Sebastian Warken verheiratet. Das Paar hat drei Söhne und lebt in Tauberbischofsheim.
  • Beruf: Nina Warken ist seit 2006 als Rechtsanwältin zugelassen. Sie übt ihren Beruf neben der Tätigkeit im Deutschen Bundestag weiter aus. Seit 2012 gehört sie der Kanzlei ihres Schwiegervaters an.

Warken hat sich zudem lange beim Technischen Hilfswerk (THW) engagiert. Zwischen 2015 und 2023 war sie die Präsidentin der THW-Landesvereinigung Baden-Württemberg. Sie ist außerdem Hobby-Tennisspielerin.

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Nina Warken bei der CDU: Die Stationen ihrer Parteikarriere

Die Politikerin kann auf eine lange Karriere in der CDU zurückblicken. Von ihren Anfängen bei der Jungen Union im Jahr 1999, hat sie sich bis in die Führungsebene des Landesverbandes hochgearbeitet. Von 2006 bis 2014 war sie stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Union Deutschlands. Seit 2019 gehört sie dem Bundesvorstand der Frauen Union an und leitet den Bundesfachausschuss Innere Sicherheit der CDU. Im November 2023 wurde sie zur Generalsekretärin der CDU Baden-Württemberg gewählt.

Seit 2013 sitzt Warken als Abgeordnete im Deutschen Bundestag, mit einer kurzen Unterbrechung zwischen 2017 und 2018. Sie vertritt den Wahlkreis Odenwald-Tauber und wurde 2021 sowie 2025 direkt gewählt. Im Parlament übernahm sie verschiedene Funktionen, darunter als Obfrau im NSA-Untersuchungsausschuss und als Mitglied im Innenausschuss.

Nach der Bundestagswahl 2025 wurde sie im Kabinett von Friedrich Merz überraschend zur Gesundheitsministerin und setzte in dieser Funktion die umstrittene Gesundheitsreform durch. Nach dem durch den Rücktritt von Jens Spahn ausgelösten Umbau des Kabinetts soll sie nun Kanzleramtsministerin werden.

Exklusive Politik-Hintergründe – für Sie recherchiert

Nina Warken: Das sind die Themen der CDU-Politikerin

Nina Warken ist eine konservative Politikerin. Sie bewegt sich unter anderem auf den Feldern innere Sicherheit, Gesellschaftspolitik und Rechtsstaat.

  • Innere Sicherheit: Warken engagiert sich intensiv auf dem Gebiet der Innen- und Rechtspolitik. Sie machte sich für einen „echten Politikwechsel“ in der Migrationspolitik stark, befürwortet die Speicherung von IP-Adressen zur Verbrechensbekämpfung und lehnt ein AfD-Verbot ab.
  • Gesellschaft: Nina Warken vertritt ein konservatives Gesellschaftsbild. Sie stimmte 2017 gegen die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe in Deutschland. Ein Absenken des Wahlalters auf 16 Jahre sieht sie kritisch.
  • Gesundheit: Auf dem Gebiet ihres bisherigen Ressorts gilt sie als Pragmatikerin. Sie tritt für den Erhalt von Apotheken und Kliniken vor Ort ein und hat besonders die ärztliche Versorgung des ländlichen Raums im Blick. Die Pflege möchte sie mit besseren Arbeitsbedingungen stärken.

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Nina Warken: Erfolge und Kontroversen als Politikerin

Warken hat sich im Laufe ihrer politischen Karriere vor allem in Ausschüssen einen Namen gemacht. Sie gilt als juristisch bewandert und fähige Parteisoldatin, die sich schnell in neue Themen einarbeiten kann. Merz bezeichnete sie als „jemand, der im Stillen wirkt“.

Im Gesundheitsressort war es Warken gelungen, gegen massive Widerstände die Finanzreform der gesetzlichen Krankenkassen durchzusetzen. Auch wenn es daran weiterhin viel Kritik gibt, wird ihr bescheinigt, unterschiedliche Interessengruppen zumindest in die Sparanstrengungen einbezogen zu haben.

„Nina Warken hat gezeigt, dass sie ein Ministerium führen und Reformen auch gegen Widerstände durchsetzen kann“, begründete Merz seine Entscheidung. Die neue Kanzleramtsministerin sei „durchsetzungsstark“ und habe sich in unterschiedlichen Funktionen als „eine harte Verhandlerin“ bewährt.