Guttenberg
Guttenbergs Buch "Vorerst gescheitert" ist eine kurzweilige Provokation
Berlin. Karl-Theodor zu Guttenberg hat bei seiner Doktorarbeit nicht absichtlich geschummelt. Das schreibt er zumindest in seinem Buch “Vorerst gescheitert“, das ab Dienstag verkauft wird. Die Lektüre ist eine Provokation, wie sie auch schon Thilo Sarrazin und Peer Steinbrück geschrieben haben.

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Oliver Fröhling (Vorsitzender CDU-Fraktion Lüdenscheid): "Die logische Konsequenz aus seinem Fehlverhalten ist zu Guttenbergs Rücktritt, auch wenn ich es sehr bedauere, weil er ein guter Minister war. Als Person in der Öffentlichkeit muss er eine Vorbildfunktion erfüllen – was er mit seinem Rücktritt jetzt auch getan hat." Foto: WR© WR | WR

Dr. Stefan Werth (Leiter Zeppelin-Gymnasium Lüdenscheid): "Der Rücktritt war dringend notwendig, um weiteren Schaden von der Politik abzuwenden. Da wird ein riesiger Flurschaden angerichtet - in einer Gesellschaft, die ohnehin von Politikverdrossenheit gekennzeichnet ist." Foto: Jakob Salzmann© Jakob Salzmann | Jakob Salzmann

Jürgen Beine (SPD-Vorsitzender in Plettenberg und Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni Siegen): „Der Rücktritt war überfällig, notwendig und dringend erforderlich für unsere politische Kultur. Was Herr zu Guttenberg getan hat, erfüllt den Tatbestand des Diebstahls geistigen Eigentums. Mit dem Schritt in die Öffentlichkeit hat die Wissenschaft den letzten Impuls für seinen Rücktritt gegeben – auch um Schaden von der Wissenschaft abzuwenden. Mich freut es sehr, dass die modernen Techniken des Social Webs das Aus für den Ministers beschleunigt haben.“ Foto: SPD© SPD | SPD

Jörg Weber (Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes in Schalksmühle): „Der Rücktritt ist die Folge eines Rufmordes durch die Opposition. Seine Arbeit als Verteidigungsminister hat zu Guttenberg gut gemacht. Das wurde auch von allen Seiten anerkannt.“ Foto: Marion Gerdel© Marion Gerdel | Marion Gerdel

Christel Voßbeck-Kaiser (CDU-Vorsitzende in Altena): "Der Rücktritt ist bedauerlich, aber konsequent. Ich habe Herrn zu Guttenberg persönlich kennen gelernt. Er hat der Politik mit seiner dynamischen Art auch mal querzudenken gut getan." Foto: WR© WR | WR

Jörg Remscheidt (Vorsitzender der Reservistenkameradschaft und FDP-Mitglied in Altena): "Der Rücktritt ist konsequent von Guttenberg. Ich hatte aber schon länger damit gerechnet. Ich weiß von einem Offizier, der wegen einer ähnlichen Sache degradiert wurde. Jeder Firmenchef würde seinen Mitarbeiter raus schmeißen wegen so etwas." Foto: WR© WR | WR

Dr. Klaus Hüttebräucker (CDU-Ratsherr aus Herscheid): „Ein logischer Schritt, der sich nicht mehr vermeiden ließ. Die Lösung Käßmann hat gezeigt, dass auch nach einem Rücktritt die Fortsetzung der beruflichen Karriere möglich ist.“ Foto: WR© WR | WR

Peter Müller (SPD-Mitglied in Neuenrade): "Der Rücktritt ist konsequent und notwendig. Amt und Doktor-Titel kann man auf dieser Ebene nicht so einfach trennen. Jetzt war Guttenberg in eine Ecke gedrängt, ein früherer Rücktritt wäre glaubwürdiger gewesen." Foto: Mark Sonneborn© SONNEBORN,Mark | SONNEBORN,Mark

Stefan Herbel (CDU-Vorstandsmitglied in Nachrodt): „Der Rücktritt ist äußerst schade. Die Bundesregierung verliert damit einen fähigen Politiker. Zu Guttenberg war angesichts der schwierigen Bundeswehrreform der richtige Mann auf dem richtigen Posten. Er ist über eine Dummheit gestolpert.“ Foto: IKZ© IKZ | IKZ

Torsten Schneider (CDU-Vorsitzender in Neuenrade): "Guttenberg wird der deutschen Politik fehlen. In seinem Amt war er national und international anerkannt. Ich hoffe, er wird irgendwann den Weg zurück in ein wichtiges Amt finden." Foto: Marcus Land© WR | WR

Foto: Martina Dinslage© WP | WP

