Nur 14 Monate nach ihrem Amtsantritt ist die italienische Regierung Geschichte. Mit seinem Rücktrittsgesuch hat Ministerpräsident Giuseppe Conte seine Fehlannahme eingestanden, eine Koalition aus den linken Fünf-Sterne-Populisten und der rechtsradikalen Lega sei in den Griff zu bekommen und in irgendeiner Weise geeignet, das wirtschaftlich angeschlagene Land in bessere Zeiten zu führen.
Erst auf den letzten Metern dieser Regierung hat Conte die Robustheit an den Tag gelegt, die es braucht, um Selbstdarsteller wie Matteo Salvini und Luigi Di Maio in den Griff zu bekommen – die Wandlung vom reinen Betrachter der würdelosen Ränkespiele zu einem Regierungschef, der diesen Titel verdient, ist deutlich zu spät gekommen.


