Die Kritik an der Nominierung von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) für das Amt der EU-Kommissionspräsidentin hält an. Der Prozess stelle einen Bruch mit der Praxis dar, nur Spitzenkandidaten des Europawahlkampfes für die Leitung der EU-Kommission in Betracht zu ziehen, sagte der scheidende EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Freitag in Helsinki. Auch in NRW stößt das Vorgehen vor allem bei der SPD auf wenig Gegenliebe.
Der Weseler SPD-Stadtverbandschef Ludger Hovest spricht gar von einem Totalversagen der EU: „Ich finde es sehr bescheiden, dass das Europaparlament nicht in der Lage ist, einen Spitzenkandidaten zu küren. Da muss man sich nicht wundern, dass Regierungschefs ihre eigenen Vorschläge machen.“ Allerdings werde von der Leyen den Job in der EU gut machen, meint er. „Ich hoffe auf jeden Fall besser als den als Bundesverteidigungsministerin.“
P.H./del/R.K./rtr


