Es ist eine Zäsur für die europäische Politik, ein Beben für das Europäische Parlament. Die Wahllokale haben noch gar nicht überall in der EU geschlossen, da ist schon klar, dass sich die Machtverhältnisse in der Herzkammer der europäischen Demokratie verschoben haben – auch dank einer allseits begrüßten gestiegenen Wahlbeteiligung.

Mit weit reichenden Folgen: Die Rechtspopulisten legen zu, auch wenn sie weit von einer Mehrheit oder einer Blockademacht im Parlament entfernt sind. Und: Die Vormacht der beiden großen Parteien von Christdemokraten (EVP) und Sozialdemokraten (S&D) ist nach vier Jahrzehnten zu Ende –