Das organisierte Verbrechen in Europa hat viele Gesichter, dieses ist besonders abstoßend: Mit Handgranaten-Anschlägen und tödlichen Schießereien auf offener Straße kämpfen Banden in Schweden in bislang ungekannter Brutalität um die Vorherrschaft in der Unterwelt. „Wir haben Krieg, die Lage ist dramatisch“, klagt Jale Poljarevius von der schwedischen Nationalpolizei.

2018 seien fast 40 Menschen bei den Schießereien zwischen Banden ums Leben gekommen, dieses Jahr zählt die Polizei schon zwölf Tote und zwölf Verletzte, 47 Explosionen. „Sie kommen schwer bewaffnet, kämpfen wie Special Forces der Armee, sie sind sehr, sehr gefährlich“, beschreibt Kriminalkommissar Poljarevius die Gewaltserie vor allem in Stockholm, Malmö, Göteborg. „Das sind Verbrechen, die wir nie zuvor gesehen haben.“