Wer ist Schuld am Missbrauch in der katholischen Kirche? Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat sich zu dieser Frage jetzt zu Wort gemeldet und kommt mit einer Aufsehen erregenden Erklärung daher: Die sexuelle Revolution der 68er Jahre und die Säkularisierung der westlichen Gesellschaft macht er für den sexuellen Missbrauch von Kindern verantwortlich.
Theologen kritisieren den Aufsatz des früheren Katholiken-Oberhauptes, der am Donnerstag unter anderem von dem katholischen Nachrichtennetzwerk CNA veröffentlicht wurde. Darin heißt es, Benedikt habe den Text nach Rücksprache mit dem amtierenden Papst Franziskus für das bayerische „Klerusblatt“ geschrieben. Der Vatikan äußerte sich dazu zunächst nicht.


