Zschäpe-Anwalt plädiert für Milde
München.
Am Ende wirkt sie erleichtert, zufrieden, fast gelöst. Beate Zschäpe lacht, plaudert mit ihren beiden Wahlverteidigern Hermann Borchert und Mathias Grasel. Die Stimmung auf der Anklagebank im Saal 101 des Oberlandesgerichts in München ist ausgezeichnet. Dabei soll sie doch im Gefängnis bleiben. Zehn Jahre Haft haben Borchert und Grasel gerade im NSU-Prozess als Strafe für die Hauptangeklagte gefordert. Maximal. Ihre heute 43 Jahre alte Mandantin solle wegen besonders schwerer Brandstiftung und der Beihilfe zu Raubüberfällen verurteilt werden, nicht aber wegen Mittäterschaft oder Beihilfe an den Morden und Bombenanschlägen der rechtsextremen Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU).

