Felix Kolb ist einer der Gründer der NGO „Campact e.V.“, die 2004 gegründet wurde. Seit Jahren mobilisiert die Organisation Hunderttausende Menschen für politische Kampagnen – etwa gegen TTIP, gegen die AfD oder für bestimmte Parteien und Kandidaten. Damit ist Campact selbst zu einem Akteur geworden, der politische Debatten und Entscheidungen mitprägt. Zugleich steht die Organisation immer wieder in der Kritik, ihre politische Einflussnahme gehe zu weit. Nun ist Felix Kolb zu Gast im FUNKE-Podcast „Amann [un]framed“ und spricht mit Melanie Amann über die NGO, ihre politischen Kampagnen und die Linie, die Campact dabei verfolgt.
Campact selbst versteht sein Engagement als Einsatz für die Demokratie. Dabei schreckt die NGO auch vor direkten Eingriffen in Wahlkämpfe und Konsumentscheidungen nicht zurück. So rief Campact unter anderem zum Boykott der Drogeriekette dm auf, weil der Konzern Mitglied im Verband der Familienunternehmer ist, der einen AfD-Politiker zu einem Gespräch eingeladen hatte. Die Frage, die sich daraus ergibt: Wie weit darf eine Organisation gehen, um eine aus ihrer Sicht drohende Normalisierung der AfD zu verhindern – und wo beginnt dabei politische Einflussnahme?
Im FUNKE-Podcast verteidigt Campact-Gründer Felix Kolb dieses Vorgehen. Für ihn geht es darum, einen möglichen „Dammbruch“ zu verhindern und die gesellschaftliche Normalisierung der AfD zu stoppen. Auf den Vorwurf, Campact trage mit solchen Boykottaufrufen selbst zur „Cancel Culture“ bei, hält Kolb dagegen: „Wenn wir nicht bereit sind, für unsere Demokratie zu kämpfen, dann werden wir sie verlieren.“

„Amann unframed“: Kolb erklärt, warum er sich in Wahlkämpfe einmischt
Kolb spricht auch darüber, warum Campact sich trotz seiner grundsätzlichen Überparteilichkeit in Wahlkämpfe einmischt und auch konkrete Parteien oder Kandidaten unterstützt, wenn er darin einen Beitrag zum Schutz der Demokratie sieht. Gleichzeitig geht es um die Frage, ob eine Organisation, die sich selbst als überparteilich versteht, dadurch nicht zwangsläufig zu einem politischen Machtfaktor wird.
Wie viel Druck auf Parteien, Unternehmen und die Gesellschaft ist legitim, wenn eine NGO überzeugt ist, damit die Demokratie zu verteidigen? Und kann der Versuch, die AfD an einer gesellschaftlichen Normalisierung zu hindern, selbst dazu führen, dass sich politische Fronten weiter verhärten?
Mehr dazu gibt es in der neuesten Folge des FUNKE-Podcasts „Amann [un]framed“ mit Melanie Amann und Felix Kolb.
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In „Amann unframed“ geht es um Persönlichkeiten, die Deutschland prägen, die selten in klare Schubladen passen. Menschen, die polarisieren, anecken, provozieren – und manchmal auch manipulieren. Manche werden unfair geframt, andere prägen die Debatte mit ihrem ganz eigenen Frame.
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