Gleich mehrere Bundesländer starten heute in die Herbstferien – das bedeutet auch, dass Millionen von Menschen auf Deutschlands Autobahnen unterwegs sein werden. So gut wie jeder davon dürfte gleich an mehreren der orangen Notrufsäulen vorbeifahren. Immerhin gibt es deutschlandweit gut 17.000 Stück davon.

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Doch genau diese Notrufsäulen könnten jetzt abgeschafft werden. Das überlegt zumindest die Autobahn GmbH des Bundes, die die Notruftelefone wartet und betreibt. Natürlich ist das ein nachvollziehbarer Schritt. In Zeiten, in denen fast jeder ein Smartphone besitzt, werden die Säulen einfach kaum noch genutzt. Allein zu den Hochzeiten der Notrufsäule im Jahr 1999 wurden sie rund 1,5 Millionen Mal benutzt. 2023 waren es gerade mal 30.000. Hinzu kommen die hohen Kosten: Im vergangenen Jahr mussten die Geräte nach Angaben der Autobahn GmbH für rund 4,5 Millionen Euro gewartet werden. Geld, das man auch für die Instandhaltung der teils maroden Autobahnen sinnvoller einsetzen könnte – und sollte.

Ferdinand Heimbach / Funke Mediengruppe
Ferdinand Heimbach ist Redakteur im Ressort Leben der FUNKE Mediengruppe.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Notrufsäule vor dem Aus: Zeit für ein Dankeschön!

Auch wenn der technische Fortschritt die Notrufsäulen teils „überflüssig“ gemacht hat, gilt es, an dieser Stelle einfach mal Danke zu sagen. Danke für die unzähligen Leben, die dank dieser Notrufsäulen gerettet wurden. Danke für die Sicherheit, die sie all denen vermittelten, die über Jahrzehnte auf Deutschlands Autobahnen unterwegs waren.

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Besonderer Dank gilt natürlich der Björn-Steiger-Stiftung, auf deren Initiative hin die Notrufsäulen überhaupt erst eingeführt und über Jahrzehnte flächendeckend ausgebaut wurden. Auch wenn die Notrufsäulen wohl ausgedient haben – ihr Beitrag für die Gesellschaft wird vielen in Erinnerung bleiben.