In der Nähe des Kirchdorfes Sysmä in Südfinnland hat der Hobby-Schatzsucher Kalle Lappinen Anfang September einen außergewöhnlichen Fund gemacht. Bei der Suche mit seinem Metalldetektor stieß er auf zahlreiche Silbermünzen.

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Nach ersten Einschätzungen von Wissenschaftlern könnte es sich um den bislang größten bekannten Münzfund aus der Eisenzeit in Finnland handeln. Die Münzen werden vermutlich der Wikingerzeit zugeordnet.
Einzigartiger Fund in Finnland: Wikingerschatz begeistert
Unter der Leitung des Archäologen Esko Tikkala vom Regionalmuseum konnte bereits am folgenden Tag ein Teil des außergewöhnlichen Schatzes geborgen werden. Der Fund umfasst rund 4,5 Kilogramm Silbermünzen. Die einzelnen Stücke müssen nun gereinigt, sortiert und gezählt werden. Nach Einschätzung der Forscher der Lahti Museen könnten sich darunter mehrere tausend Münzen befinden. Sollte sich diese Einschätzung bestätigen, wäre der Fund der größte bislang in Finnland entdeckte Münzhort, wie „Heritagedaily“ berichtet.
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Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Silbermünzen aus der späten Eisenzeit stammen, einer Epoche, die auch mit der Wikingerzeit verbunden wird. Wie alt die einzelnen Münzen genau sind und aus welchen Regionen sie stammen, lässt sich derzeit noch nicht abschließend bestimmen. Erst nach der konservatorischen Bearbeitung und weiteren archäologischen Analysen werden detailliertere Erkenntnisse zur Zusammensetzung und Herkunft des Fundes erwartet.
Ungewöhnlich: Schatz wurde auf besondere Weise vergraben
Neben seinem außergewöhnlichen Umfang weist der Silberschatz eine weitere Besonderheit auf. Die Münzen und weitere Artefakte waren in zwei unterschiedlichen Behältnissen aus Stroh verborgen, die in einer Tiefe von etwa 45 Zentimetern im Boden lagen. Zwischen den beiden Verstecken bestand ein Abstand von rund zwölf Metern. Offenbar wurde der Schatz bewusst auf zwei Fundstellen verteilt, zwischen denen sich zudem Steine befanden.
Spannende Achäologie-Artikel – für Sie recherchiert
An der Fundstelle konnten die Archäologen weitere wertvolle Artefakte bergen. Dazu zählen ein Silberfragment, ein Armband, eine Schließe und eine Perle. Warum die wertvollen Gegenstände einst vergraben wurden und wem sie gehörten, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht feststellen. Weitere Untersuchungen sollen Aufschluss über die Herkunft und den möglichen Zweck des Verstecks geben.
Forscher erhoffen sich umfangreiche Erkenntnisse
Mit einem Gewicht von rund 4,5 Kilogramm übertrifft der neue Münzfund den bislang größten bekannten Schatzfund Finnlands deutlich. Dieser wurde 1895 bei Nousiainen entdeckt und umfasste etwa 1.700 Münzen sowie weitere Gegenstände. Insgesamt brachte der historische Fund rund 2,2 Kilogramm auf die Waage.
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Für die archäologische Forschung stellt der neue Münzschatz ein außergewöhnlich umfangreiches Quellenmaterial dar. Silbermünzen aus historischen Schatzfunden können wichtige Hinweise auf Handelsbeziehungen, den Austausch von Edelmetallen und die Verteilung von Vermögen liefern. Voraussetzung dafür ist, dass die Münzen möglichst genau datiert, identifiziert und ihrer jeweiligen Herkunft zugeordnet werden können. Die Ergebnisse könnten damit nicht nur neue Erkenntnisse über die damaligen Handelsnetzwerke liefern, sondern möglicherweise auch Hinweise darauf geben, wem der Schatz einst gehörte.









