Ein Toter, 25 Erkrankte: So viele Opfer hat ein Legionellen-Ausbruch im schweizerischen Basel nach Angaben der Behörden in den vergangenen zwei Wochen gefordert. Die Betroffenen mussten teils auf der Intensivstation behandelt werden. Wie das Gesundheitsdepartement weiter mitteilte, ist der wahrscheinlichste Ausbruchsherd mittlerweile stillgelegt. Dabei handele es sich um einen mit Wasser betriebenen Kühlturm auf dem Dach eines Gebäudes. Das Wasser sei mit Legionellen kontaminiert gewesen.
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Solche Kühlanlagen stoßen Wasserdampf aus, der je nach Wetterlage und Windverhältnissen in einem größeren Umkreis verbreitet wird. „Wenn Anwohnende die Wassertröpfchen einatmen, können sie sich anstecken“, so das Gesundheitsdepartement. Klimaanlagen und Wärmepumpen, die in Privathaushalten gebräuchlich seien, seien nicht betroffen.
Legionellen: Menschen mit Vorerkrankungen besonders gefährdet
Legionellen können bei Menschen grippeartige Beschwerden bis hin zu schweren Lungenentzündungen auslösen. Die Erreger werden häufig durch zerstäubtes Wasser übertragen, etwa in Duschen, Whirlpools, durch Luftbefeuchter oder über Wasserhähne. Ideale Wachstumsbedingungen finden Legionellen bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad.
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Besonders anfällig für Legionellen sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder mit bestimmten Grunderkrankungen wie Diabetes sowie Herz- und Lungenleiden. Die krankmachenden Bakterien werden nicht von Mensch zu Mensch übertragen.

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In Deutschland erkrankten zuletzt jeweils mehr als 2000 Menschen pro Jahr an der durch Legionellen bedingten Legionärskrankheit, wobei größere Ausbrüche selten sind. 2024 verstarben laut Robert Koch-Institut 104 Patienten, 2023 waren es 115.
dpa






