Dieser Ausflug endete tragisch: In Brüggen (Nordrhein-Westfalen) ist am Donnerstag ein Wallaby-Känguru gestorben, nachdem es in der kleinen Gemeinde ausgebüxt und auf der Straße umhergehüpft ist. Laut Angaben der Polizei Viersen war das Beuteltier am Donnerstagmorgen in Born auf einer Hauptstraße gesichtet worden. Wenig später konnte es einige Hundert Meter weiter in Lüttelbracht von der Polizei eingefangen werden.

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Nach Angaben der Gemeinde wurden auch das Ordnungsamt und die Freiwillige Feuerwehr eingeschaltet. Das freilaufende Känguru habe eingefangen werden müssen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, erklärte ein Gemeindesprecher. Das Tier habe mehrfach die Straße überquert. 

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Im weiteren Verlauf sei das Känguru auf das umzäunte Gelände einer Biogasanlage gelaufen, erklärte der Gemeindesprecher. Das Tier sei dort mit einem Netz eingefangen worden. Ziel sei es gewesen, das Känguru in einen nahegelegenen Tierpark zu bringen, um es dort artgerecht zu versorgen. Doch während des Transports soll das Känguru schwer gehechelt haben – und starb schließlich.

Die Tierrettung Niederrhein geht von einem Herzstillstand des Kängurus aus. „Wir als Tierrettung waren an der Sicherung nicht beteiligt, und sagen ganz klar: Das Tier hätte nicht sterben ‚müssen‘“, kritisiert die gemeinnützige Organisation den Polizeieinsatz. Zuvor hatte die Tierrettung empfohlen, das Tier in Ruhe zu lassen. Zwischenzeitlich wurde auch geprüft, ob das Känguru mit einem Narkosegewehr beschossen hätte werden können.

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 „Das war wahrscheinlich auch ein bisschen viel für das Tier“, sagte Stephan Kerren, der Besitzer des Natur- und Tierparks Brüggen, dem WDR. Unter anderem habe dem Tier die Hitze zu schaffen gemacht. „Wir bedauern das sehr, mussten aber zum Schutz unserer Bürger und des Verkehrs schnell handeln“, sagte der Bürgermeister von Brüggen, Marcel Johnen, zu dem Tod des Tiers.

Die Tierrettung Niederrhein kündigte dem Sender außerdem an, Anzeige wegen des Einsatzes erstatten zu wollen. Wildtiere wie Kängurus dürfen in Deutschland nicht ohne Genehmigung gehalten werden. Das Veterinäramt hat mehreren Medienberichten zufolge versucht, den Halter des Tiers ausfindig zu machen – bislang ohne Erfolg.

viv mit dpa