Wer im Sommer spontan mit dem Zug verreisen möchte, kann bei der Deutschen Bahn mit etwas Glück deutlich sparen. Mit dem Angebot „Super Sparpreis Last Minute“ wirbt die Bahn mit ICE-Tickets ab 6,99 Euro – doch die günstigen Fahrkarten sind nicht überall und jederzeit verfügbar. Eine Analyse des Westdeutschen Rundfunks (WDR) zeigt, wann die Chancen auf Schnäppchen am größten sind.

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Die Aktion läuft noch bis zum 13. September. Reisende können die Last-Minute-Tickets jeweils an Wochenenden für Fahrten in der darauffolgenden Woche buchen. Wie beim regulären „Super Sparpreis“ gilt: Wer ein solches Ticket kauft, ist an den gebuchten Zug gebunden. Eine Stornierung ist nur innerhalb der ersten drei Stunden nach dem Kauf möglich.
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Wer kurzfristig ein günstiges Bahnticket ergattern möchte, sollte mit der Buchung möglichst bis zum Wochenende warten. In einer Stichprobe mit mehreren tausend Zügen war laut Analyse eine Buchung am Samstagmorgen in neun von zehn Fällen günstiger als eine Buchung am Freitag.
Besonders wichtig sei der Zeitpunkt der Suche. Viele Last-Minute-Angebote würden in der Nacht von Freitag auf Samstag gegen Mitternacht freigeschaltet. Allerdings seien rund die Hälfte dieser günstigen Tickets bereits bis Samstagabend wieder vergriffen. Die Bahn teilte dem WDR zugleich mit, dass teilweise auch im Laufe des Wochenendes weitere Angebote verfügbar werden können.
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Früh morgens oder spät abends sind die Chancen besser
Wer flexibel bei der Abfahrtszeit ist, hat bessere Aussichten auf einen günstigen Preis. Laut der WDR-Analyse gab es mehr als doppelt so viele Last-Minute-Angebote für Züge vor 7 Uhr morgens oder nach 19 Uhr abends als für Verbindungen in der Tagesmitte. Die Bahn verfolgt mit der Aktion unter anderem das Ziel, weniger ausgelastete Züge in den Randzeiten besser zu füllen. Wer also früh aufsteht oder spät unterwegs sein möchte, kann häufiger von günstigen Preisen profitieren.
Auch der Reisetag spiele eine Rolle. Für Montag wurden in der Untersuchung deutlich weniger Last-Minute-Tickets gefunden als für andere Wochentage. Besonders gute Chancen gab es demnach mittwochs, donnerstags und samstags. Wer bei der Reiseplanung flexibel sei, sollte deshalb nicht nur nach dem günstigsten Zug, sondern auch nach alternativen Tagen suchen.
Die günstigsten Tickets sind selten
Die beworbenen ICE-Fahrten für 6,99 Euro gebe es tatsächlich – allerdings nur auf bestimmten Verbindungen und in begrenzter Zahl. Häufiger lagen die Preise in der WDR-Auswertung bei längeren Strecken bei 23,99 oder 33,99 Euro. Seien die günstigen Kontingente für einen Zug ausgeschöpft, könne der Preis deutlich steigen. Die Nachfrage entscheide also weiterhin maßgeblich über die Kosten.
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Der Preisunterschied zum normalen „Super Sparpreis“ kann sich dennoch lohnen. Nach der WDR-Analyse waren vergleichbare Fahrten mit Last-Minute-Ticket im Durchschnitt etwa 50 Prozent günstiger. In vielen Fällen habe die Ersparnis bei 20 bis 30 Euro gelegen, in einzelnen Fällen hätten Reisende sogar mehr als 70 Euro sparen können.
Anders als bei normalen Sparpreisen, die bei hoher Nachfrage häufig teurer werden, scheint sich der Preis der Last-Minute-Angebote während des Buchungszeitraums nicht automatisch zu erhöhen. Der WDR beobachtete mehrere tausend Züge mit verfügbaren Aktionstickets. Dabei sei der Preis über das Wochenende hinweg meist gleich geblieben, allerdings könne es passieren, dass die Tickets ausverkauft seien. Die Deutsche Bahn wollte diese Beobachtung gegenüber dem Sender nicht für das gesamte bundesweite Angebot bestätigen.
Mehrfach suchen kann sich lohnen
Für besonders erfahrene Bahnreisende gebe es noch einen weiteren Trick: Wer eine bestimmte Verbindung suche, könne verschiedene Start- und Zielbahnhöfe ausprobieren. In einzelnen Fällen fand der WDR bei einer längeren Verbindung ein Last-Minute-Angebot, das bei einer kürzeren Teilstrecke zunächst nicht angezeigt wurde.
Die Bahn erklärte dem Sender dazu, dass ein Aktionspreis grundsätzlich für alle Teilstrecken eines Zuges zum gleichen Zeitpunkt gelten sollte. Die Unterschiede könnten daher mit dem Zeitpunkt der Abfrage zusammenhängen.










