Nach Schüssen in einem Wohngebiet in Offenburg (Baden-Württemberg) gilt einer der beiden toten Menschen als Tatverdächtiger. Es handele sich dabei um einen 33-jährigen Mann, wie die Polizei mitteilte. Es werde wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts ermittelt. Laut Polizei kannten sich der Tatverdächtige und die Frau, die später im Krankenhaus ihren Verletzungen erlag.

Offenburg: Toter in Hofeinfahrt

Zeugen hätten am Montagmorgen gegen 8 Uhr mehrere Schüsse gemeldet. Streifen seien nach den Notrufen zu der Örtlichkeit gefahren. Der tote Mann und die schwerverletzte Frau hätten in der Hofeinfahrt eines Wohnhauses gelegen. Für die schwerverletzte Frau seien Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet worden. Rettungsdienst und Notarzt hätten die Frau zunächst versorgt, teilte die Polizei mit. Eine Schusswaffe sei in unmittelbarer Nähe des Tatorts gefunden worden.

Der Tatort ist weiterhin weiträumig abgesperrt. Zahlreiche Streifen, Polizeihundeführer und Spezialisten der Kriminalpolizei sichern Spuren und vernehmen Zeugen. Die Kriminalpolizei ermittle in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Offenburg.

Kein Hinweis auf beteiligte Dritte in Offenburg

Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass keine weiteren Menschen bei dem Vorfall anwesend waren. „Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung“, betonte der Sprecher. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Offenburg liegt in Baden-Württemberg ungefähr zwischen Freiburg und Karlsruhe nahe der Grenze zu Frankreich und ist eigenen Angaben zufolge mit über 62.000 Einwohnern die größte Stadt des Ortenaukreises.

Anmerkung der Redaktion

Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über (mögliche) Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Suizidgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen.

Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

dpa/dw