- Nach 108 Jahren Ungewissheit ist das Rätsel nun gelöst
- Das Wrack des US-Kampfschiffs „Tampa“ wurde vor der englischen Küste gefunden
- Die Tampa war im Ersten Weltkrieg von einem deutschen U-Boot versenkt worden
Es ist ein echter Sensationsfund: Britische Taucher haben das Wrack des lange verschollenen US-Kampfschiffs „Tampa“ entdeckt – 108 Jahre, nachdem es gesunken war. Wie das Tauchteam „Gasperados“ auf seiner gleichnamigen Facebook-Seite mitteilt, liege es in circa 95 Metern Tiefe im Atlantik, rund 80 Kilometer vor Newquay, England.

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„Diese Entdeckung ist das Ergebnis dreijähriger Forschung und Erkundung“, sagt Gasperados-Teamleiter Steve Mortimer. Im Jahr 2023 hätten die Taucher das Coast Guard Historian‘s Office bezüglich der Suche nach der „Tampa“ kontaktiert. Mittels historischer Aufzeichnungen und technischer Daten, darunter etwa Archivbilder des Schiffes, hätte dieses die Taucher unterstützt, sagt William Thiesen, Historiker der US-Küstenwache.

„Ihre letzte Ruhestätte ist nun endlich bekannt“
„Die Entdeckung der ‚Tampa‘ ist nicht erst letztes Wochenende passiert“, schreiben die Taucher auf Facebook. „Es war bereits der zehnte Tauchgang zu möglichen Zielen, und jeder – ob Skipper, Crew, Forscher, Verbindungsmann oder Taucher – hat dazu beigetragen. Wir sind immer noch total begeistert. Wir haben es geschafft!“
Doch mit dem Fund ist die Arbeit bislang nicht zu Ende: Die US-Küstenwache entwickle nun Pläne zur weiteren Untersuchung des Wracks, die „Gasperados“ stünden mit ihnen „bezüglich des weiteren Vorgehens in Kontakt“, schreiben die Taucher auf Facebook. „Die ‚Tampa‘ ist von enormer Bedeutung für die Vereinigten Staaten und die Angehörigen aller Gefallenen. Ihre letzte Ruhestätte ist nun endlich bekannt.“
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Doch wie war das Kampfschiff überhaupt dorthin gelangt? Von der US-Küstenwache während des Ersten Weltkriegs zum Konvoi-Dienst in europäischen Gewässern eingesetzt, war die „Tampa“ am 26. September 1918 losgelöst vom Konvoi auf dem Bristol-Kanal in Richtung Wales unterwegs.
In den Abendstunden wurde das Schiff dann von einem deutschen U-Boot entdeckt und torpediert. Die Folge: Das Schiff sank in weniger als drei Minuten, alle 131 Menschen an Bord – darunter Küstenwächter, US- und britische Marinen sowie Zivilisten – starben.
„Dies bleibt der größte Verlust an Leben im amerikanischen Seekampf im Ersten Weltkrieg“, fasst die US-Küstenwache in einer Pressemitteilung zusammen. „Die Lokalisierung des Wracks verbindet uns mit ihrem Opfer und erinnert uns daran, dass die Hingabe an die Pflicht Bestand hat. Wir werden uns immer an sie erinnern.“







