In den frühen Morgenstunden hat ein Erdbeben die griechische Ferieninsel Kreta mehrere Sekunden lang erschüttert. Nach Angaben des Geodynamischen Instituts in Athen erreichte es eine Stärke von 5,7, die US-Erdbebenwarte USGS spricht sogar von einem Erdstoß der Stärke 5,8. Dabei lag das Epizentrum in etwa zehn bis 13 Kilometer tief unter dem Meeresboden und rund 20 Kilometer südlich der Hafenstadt lerapetra. Im Anschluss wurden deutlich schwächere Nachbeben registriert. 

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„Ich gehe davon aus, dass es sich um ein Erdbeben handelt, das in einem großen Umkreis spürbar war, sowohl auf Kreta als auch auf den Inseln Kasos und Karpathos, aber weitere Daten liegen uns derzeit nicht vor“, erklärte Efthymios Lekkas, Präsident des griechischen Erdbebenplanungs- und -schutzorganismus (OASP) und Professor für Geologie, dem griechischen Rundfunk ERTNews.

Berichte über Verletzte oder größere Schäden liegen zum aktuellen Zeitpunkt nicht vor. Wie der örtliche Rundfunk berichtet, führen Behörden derzeit weitere Kontrollen durch.

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Kreta ist ein stark erdbebengefährdetes Gebiet, in dem häufig seismische Aktivitäten auftreten. Der Grund: Südlich von Kreta treffen zwei Erdplatten aufeinander – die afrikanische schiebt sich unter die europäische. Deshalb kommt es in der Region immer wieder zu teils starken Erdbeben.

Griechenland war im vergangenen Jahr von mehreren Erdbeben erschüttert worden. Im Juni beschädigte ein Erdstoß der Stärke 5,3 die berühmten Klöster der orthodoxen Mönchsrepublik am Berg Athos im Norden Griechenlands.

mit afp/dpa