Forschende aus Südafrika haben laut eigenen Angaben den ersten Beweis dafür gefunden, dass die Vorfahren der Säugetiere Eier legten. In einem vermutlich rund 250 Millionen Jahre alten fossilen Ei entdeckten die Wissenschaftler einen Embryo der Gattung Lystrosaurus, einem säugetierähnlichem Reptil.

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Wie die Fachleute in der Zeitschrift „PLOS One“ berichten, scannten sie das Fossil mithilfe von hochauflösender Computertomografie und stellten fest, dass die Kiefer des Lystrosaurus-Embryos nicht vollständig verschmolzen waren. Dieses Merkmal, das nur bei Embryonen moderner Vögel und Schildkröten vorkommt, beweise, dass sich der Embryo in einem Ei befand, als er starb, sagte Studienleiter Julien Benoit (Universität Witwatersrand) dem US-Sender CNN.

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Embryo-Fossil beweist: Vorfahren der Säugetiere legten Eier

„Der Umstand, dass dieser Zusammenschluss noch nicht stattgefunden hatte, zeigt, dass das Individuum nicht in der Lage gewesen wäre, sich selbst zu ernähren“, erläuterte Benoit. Auch an anderen Stellen weist das Skelett des Lystrosaurus-Embryos Lücken auf. Das seien weitere Hinweise darauf, dass sich der Lystrosaurus noch im Ei befand, sagte Benoit.

„Dies ist das erste Mal, dass wir mit Sicherheit sagen können, dass Säugetiervorfahren wie Lystrosaurus Eier gelegt haben, was einen echten Meilenstein auf diesem Gebiet darstellt“, so der Forscher aus Südafrika. Die damaligen Eier hätten eine weiche, ledrige Außenschale gehabt, da sich Eier mit harter Schale erst mindestens weitere 50 Millionen Jahre später entwickelt hätten, führte Benoit aus.

Das Fossil des Lystrosaurus-Embryos.  Eine Zeichnung, wie der Embryo zusammengerollt im Ei ausgesehen hätte. 
Das Fossil des Lystrosaurus-Embryos.  Eine Zeichnung, wie der Embryo zusammengerollt im Ei ausgesehen hätte. © Julien Benoit /Sophie Vrard

Lystrosaurus überlebte großes Massensterben

Der Fund liefert auch eine mögliche Erklärung dafür, warum die mittelgroße, stämmige Tiergattung mit der Größe eines Schweines eines der größten Massensterben der Erdgeschichte überlebte: Vor rund 250 Millionen Jahren kamen 90 Prozent aller Lebewesen ums Leben, weil der Planet immer trockener und heißer wurde.

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„Lystrosaurus lebte in einer sehr trockenen, wüstenähnlichen Umgebung“, sagte Forscher Benoit. „Lystrosaurus-Eier verloren durch ihre ledrige Schale weniger Wasser als die Eier anderer Arten jener Zeit.“

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