Wochenlang lief die Rettungsaktion um den in der Ostsee gestrandeten Buckelwal. Das Tier schwamm sich zuerst am Timmendorfer Strand fest und anschließend mehrfach in der Wismarer Bucht, vor der Insel Poel. Zahlreiche Biologen, die Wasserschutzpolizei und freiwillige Helfer waren in die Rettung des Meeressäugers involviert – doch mittlerweile steht fest: Das Tier wird bald sterben. Doch was passiert eigentlich mit den sterblichen Überresten?
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Wie „Focus Online“ berichtet, wird das Unternehmen „SecAnim“ vom Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern mit der Beseitigung des dann toten Tieres beauftragt werden. Wie ein Sprecher des Mutterkonzerns „Saria“ gegenüber dem Medium erklärte, müsste zuerst die genaue Todesursache festgestellt werden. „Nach der Entnahme des Skeletts wird der Walkörper weitestgehend zerlegt sein“, heißt es weiter. Dann werde „SecAnim“ den toten Wal abtransportieren.

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Von Wismar aus werde der Wal dann ins etwa 130 Kilometer weit entfernte Malchin gebracht. Nach dem Transport „mit komplett geschlossenen, flüssigkeitsdichten Spezialfahrzeugen“ würden die Einzelteile des Buckelwals dort „unter Einhaltung höchster Hygienestandards und Dokumentation aller Verarbeitungsschritte gemäß den gesetzlichen Vorgaben verarbeitet“, erklärte der Sprecher weiter. Aus dem verstorbenen Meerestier werde letztlich CO₂-neutraler Brennstoff für Kraftwerke oder „hochwertiger und umweltfreundlicher Biodiesel“.
Wie lange die Beseitigung dauert oder wie hoch die Kosten dafür sein werden, könne noch nicht gesagt werden. Normalerweise zählten Bauernhöfe, Reiterhöfe, Schlachtbetriebe und Tierkliniken zu den Kunden des Unternehmens. „SecAnim“ werde zudem nicht alle Teile des Wals verarbeiten. Das Skelett soll erhalten bleiben: Laut „Focus Online“ soll das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund schon Interesse daran bekundet haben.
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Derweil geht das Warten auf das Ableben des Wals weiter. Am Freitagmorgen hieß es noch, der Buckelwal habe die Nacht überlegt und werde weiter in Ruhe gelassen. Die Lage des Tieres sei unverändert, sagte der Sprecher des Schweriner Umweltministeriums, Claus Tantzen. „Er atmet noch“, bestätigte er. Außerdem soll der Wal in der Nacht leichte Aktivitäten gezeigt haben. Rettungsversuche sollen weiterhin mit Blick auf das Tierwohl nicht unternommen werden, sagte der Sprecher nach einer Lagebesprechung am Freitagvormittag der Deutschen Presse-Agentur.
Fachleuten zufolge liegt das Tier im Sterben. Der Wal reagiere nicht mehr auf Boote, was laut Bianca König von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) Deutschland ein Zeichen für den Sterbeprozess sei.
Am Dienstag hatte Umweltminister Till Backhaus (SPD) auf Grundlage eines wissenschaftlichen Gutachtens entschieden, den Wal in Ruhe sterben zu lassen. Diese Entscheidung wird auch von dem International Whaling Commission Strandings Expert Panel (IWC SEP) unterstützt. Es betont auch, dass das Tier durch weitere Rettungsversuche nur mehr leiden würde.
mit dpa







