Collien Fernandes zeigt sich weiter kämpferisch: Nachdem die Schauspielerin schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben hat, hat sie sich erneut in den sozialen Medien geäußert. In einem am Samstag veröffentlichten Post auf Instagram bedankt sie sich für die Unterstützung und kündigt für Sonntag eine Demonstration in Berlin an.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
„Liebe Alle! DANKE, DANKE, DANKE für diesen überwältigenden Support, der mir wirklich geholfen hat, aus einem ganz tiefen Tal zu kommen“, leitet sie ihren Beitrag ein. Außerdem schreibt sie: „Lasst uns LAUT sein und LAUT bleiben! Lasst uns LICHT in das DUNKELFELD bringen! SEXUELLE GEWALT, PHYSISCHE und PSYCHISCHE GEWALT sind weiter verbreitet, als man ahnen mag.“
Die 44-Jährige betont, dass die meisten Täter davonkommen würden. „Gut versteckt hinter der oft zitierten MAUER DES SCHWEIGENS! Lasst uns daher auf die Straßen gehen und LAUTSTARK diese MAUERN EINREIßEN!“ Laut Collien Fernandes soll die Demonstration am Sonntag ab 16 Uhr am Brandenburger Tor stattfinden. „Für die rund 95 % – die noch im Verborgenen liegen! Für einen besseren Schutz! Für ein größeres Problembewusstsein! Für eine NEUE GESELLSCHAFT in der Täter in ihre Schranken gewiesen werden und in der Opfer sich trauen, aufzustehen!“
Die Berliner Polizei bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass eine Einzelperson eine Kundgebung unter dem Motto „Gegen sexuelle digitale Gewalt – Solidarität mit allen Opfern“ mit 500 Teilnehmenden angemeldet habe. Die Teilnehmerzahl könne sich aber im Laufe des Sonntags noch ändern, hieß es.
Collien Fernandes spricht von „virtueller Vergewaltigung“
In der aktuellen Ausgabe des „Spiegel“ und auf ihrer eigenen Instagram-Seite warf Collien Fernandes am Donnerstag ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vor, dass er sie „virtuell vergewaltigt“ habe. Jahrelang habe sich der Schauspieler laut Fernandes im Internet als seine damalige Frau ausgegeben. Zudem habe er teils sexuelle Chat-Kontakte mit fremden Männern in ihrem Namen geführt.
Christian Ulmen selbst hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. Seine Anwälte kündigten aber rechtliche Schritte an, da die Berichterstattung „aus mehreren Gründen rechtswidrig“ sei und es sich „in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung“ handele. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Ob es zu einer Anklage kommt, ist noch unklar.
Auch interessant
Collien Fernandes: „Deutschland ist Täterparadies“
Unterdessen kämpft Collien Fernandes weiterhin um Aufmerksamkeit für das Thema sexualisierte digitale Gewalt gegen Frauen. In den ARD-„Tagesthemen“ kritisierte sie am Freitagabend die deutsche Justiz und die Gesetze in der Bundesrepublik scharf. „Deutschland ist ein absolutes Täterparadies.“
An einer anderen Stelle in dem Interview sagt Fernandes, sie habe selbst die Erfahrung gemacht, „dass man das Thema zur Anzeige bringt, diese Anzeige (aber) nicht weiterverfolgt wird“. Sie spricht von „Justizversagen“ und davon, dass sich „dringend etwas ändern muss“.
Ende 2025 erstattet sie laut eigenen Angaben Anzeige in Spanien. Dort werde sich nun auch ein Gericht mit dem Fall befassen. Auf Anfrage unserer Redaktion verwiesen die Verantwortlichen in der spanischen Justiz auf den Datenschutz und lehnten eine Stellungnahme ab.
Collien Fernandes erklärte in den „Tagesthemen“: „In diesem Fall war es so, dass wir eben mit der Kenntnis des Täters auch erfahren haben, dass der Tatort Spanien war. Der Täter lebt mit seinem Hauptsitz in Spanien. Also hatten wir dadurch eben die Möglichkeit, diesen Sachverhalt in Spanien anzuzeigen, und dort sind die Gesetze wesentlich schärfer.“
Sie gab auch einen Einblick in die aktuelle Arbeit der Anwälte. Sie würden derzeit mit der Gegenseite verhandeln, ob Deutschland oder Spanien zuständig sei. „Wenn der Täter ein sehr umfangreiches Schreiben vorlegt, in dem es nur darum geht, dass bitteschön Deutschland zuständig sein soll, das zeigt doch ein großes Versagen, eine große Schutzlücke in der Justiz“, so Collien Fernandes.
JP





