Es ist vollbracht: Deutschland hat entschieden, wer „uns“ beim ESC 2026 in Wien vertreten wird. Nach mehr als drei Stunden Show im Ersten stand am Samstagabend um kurz nach 23.30 Uhr endlich fest: Es ist Sarah Engels.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Die ehemalige DSDS-Teilnehmerin hat mit „Fire“ eine solide Show geliefert, toll gesungen und für ordentlich Stimmung gesorgt. Ob sie auch international überzeugen kann, muss sich zeigen. In den Wetten rangiert Deutschland aktuell einmal mehr im hinteren Bereich.
- Meinung: Deutschland muss aus Bulgariens ESC-Triumph lernen
- „Bangaranga“: Kurioses ESC-Video zeigt, was TV-Zuschauer nicht sahen
- Showkritik: Deutschland brennt beim ESC nur auf Sparflamme
- Überblick: Das ESC-Ergebnis – Wer hat wie viele Punkte bekommen?
- Porträt: Das ist ESC-Siegerin Dara aus Bulgarien
Dieser ESC-Vorentscheid hat nicht überzeugt
Wenig überzeugt hat leider der Vorentscheid selbst. Bis zur Entscheidung war es ein langer, zu langer Weg. Der SWR, der innerhalb der ARD die ESC-Verantwortung vom NDR übernommen hat, präsentierte eine teils langatmige Show. Zwar waren die Auftritte im Vergleich zu vergangenen Vorentscheidungen top inszeniert – zwischen den Liedern zogen endlose Gespräche und komplett unnötige Einspeiler aber alles in die Länge.
Einen Großteil der Show hätten die Verantwortlichen beim SWR dem TV-Publikum ersparen können. Denn nachdem alle neun Acts ihre Songs präsentiert hatten, war zunächst die Jury dran: Sie wählte die Top drei aus, über die das Publikum abstimmen durfte. Und dann traten die Jury-Favoriten noch einmal auf.
Ein großer Hoffnungsschimmer bleibt
Die ersten zwei Stunden der Show hätte man sich also getrost sparen können. Glückwunsch an alle, die erst einen Film bei der ARD-Konkurrenz geschaut und dann umgeschaltet haben! Wer den ESC-Vorentscheid in voller Länge verfolgt und in den ersten zwei Stunden nicht eingeschlafen ist, ist selbst schuld. Denn spannend war es nicht.

Ins Superfinale wählte die Jury erwartbar die drei klar besten Acts. Warum diese Entscheidung nicht schon vorab getroffen wurde: unklar! Den Zuschauern hätte man eine kürzere, aber deutlich bessere Show bieten können. So bleibt das ungute Gefühl, dass vor allem Sendezeit gefüllt werden sollte.
Einziger Hoffnungsschimmer der Show war Hazel Brugger, die an der Seite von Barbara Schöneberger durch den Abend führte und das ESC-Flaggschiff der ARD in den Schatten stellte. Gewohnt schlagfertig und deutlich freier als beim ESC-Finale im vergangenen Jahr trug Brugger die Show über weite Teile. Vielleicht ist es Zeit für einen Generationenwechsel? Hazel statt Barbara? Ändern muss der SWR nach diesem Start auf jeden Fall einiges.





