Der Mann wurde kurz nach 18 Uhr Ortszeit in die Wade gebissen, wie der australische Sender 9News berichtet. Eine Gruppe zog ihn aus dem Wasser auf den Sand. Sanitäter und Polizeibeamte eilten an den Unfallort. Das Opfer wurde vor Ort behandelt, Zustand des Mannes war zunächst unklar. Steve Pearce, Präsident von Surf Lifesaving NSW, bezeichnete den Vorfall gegenüber ABC News als „schlimm“, das lokale Nachrichtenmedium „Manly Observer“ sprach von einer „ernsten Beinverletzung“.

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Was genau den Mann gebissen hat, ist noch nicht offiziell bestätigt – die Behörden gehen jedoch von einer Haiattacke aus. Der Vorfall ereignete sich nur wenige Stunden, nachdem am Montagvormittag ein mutmaßlicher Bullenhai in das Surfbrett eines elfjährigen Jungen am Dee Why Beach gebissen hatte, nur wenige Kilometer nördlich von Sydneys Manly Beach.
Trübes Wasser nach Regenfällen bietet ideale Bedingungen für Haie
Laut 9News biss der Hai gegen 11.45 Uhr schätzungsweise ein 15 Zentimeter großes Stück aus dem Surfbrett des Jungen heraus. Der Junge schaffte es mit Hilfe von Rettungsschwimmern unverletzt aus dem Wasser. Das NSW Department of Primary Industries and Regional Development erklärte nach einer Fotoanalyse der Bissspur, dass es sich wahrscheinlich um einen Bullenhai gehandelt habe.
Der Strand wurde für mindestens 24 Stunden gesperrt. Jetskis patrouillierten in den Gewässern, während eine Drohne das Gebiet von oben überwachte. Alle anderen Meeresstrände an den Northern Beaches, mit Ausnahme von Palm Beach, blieben aufgrund gefährlicher Brandungsbedingungen geschlossen. Schwimmern wurde geraten, vorsichtig zu sein, die Strände zu meiden und sich von Wasser mit schlechter Sicht und trübem Wasser fernzuhalten.
Die Behörden in Australien raten grundsätzlich dazu, nur an ausgewiesenen Stränden und in mit Netzen gesicherten Bereichen zu schwimmen. Besonders nach starken Regenfällen sollte das Wasser gemieden werden. Sydney war am Wochenende von heftigen Regenfällen betroffen, das Wasser entsprechend aufgewühlt und trüb – Bedingungen, die Haiangriffe begünstigen können.
Angriff am Shark Beach: Zwölfjähriger kämpft um sein Leben
Schon am Sonntagnachmittag hatte eine Haiattacke in der Region für Schlagzeilen gesorgt: Am Shark Beach, einem beliebten Stadtstrand im östlichen Vorort Vaucluse, hatte mutmaßlich ein Bullenhai einen Zwölfjährigen angegriffen. Der Junge erlitt schwere Verletzungen an beiden Beinen und wurde von seinen Freunden und den Rettungsdiensten aus dem Wasser gezogen.
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Ersthelfer versorgten das Kind noch am Strand mit Tourniquets, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Rettungswagen sowie ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Das Hainetz im Nielsen Park war während starken Wellengangs im April 2025 beschädigt worden; die Reparaturen wurden erst Anfang Dezember abgeschlossen. Nach ersten Erkenntnissen befand sich der Junge zum Zeitpunkt des Angriffs jedoch außerhalb der Netzumzäunung. Er kämpft nun im Sydney Children‘s Hospital um sein Leben.
Ungewöhnliche Attacken: Fünf Tote im Jahr 2025
Die jüngsten Angriffe reihen sich ein in eine Serie ungewöhnlich vieler Haiattacken in Australien. Im Jahr 2025 kamen bereits fünf Menschen durch Haiangriffe ums Leben – deutlich mehr als im langjährigen Durchschnitt. Erst im September war ein 57-jähriger Mann am Long Reef Beach bei Dee Why im Norden Sydneys tödlich verletzt worden.
Besonders erschütternd war der Tod einer 25-jährigen Schweizer Touristin im November. Die junge Frau war in den frühen Morgenstunden gemeinsam mit ihrem Begleiter am Kylies Beach im Crowdy-Bay-Nationalpark schwimmen gegangen, einem bei Campern beliebten Küstenabschnitt an der Mid North Coast, rund vier Autostunden nördlich von Sydney. Ihr Begleiter erlitt schwere Beinverletzungen.
Orcas, Haie und Tiere im Meer
Nach Angaben der Taronga Conservation Society wurden in Australien über die vergangenen zehn Jahre hinweg jährlich durchschnittlich rund 20 Haiangriffe mit Verletzten sowie 2,8 Todesfälle registriert. Australien beheimatet rund 180 der weltweit etwa 400 Haiarten. Nur 21 von ihnen wurden jemals mit Angriffen auf Menschen in Verbindung gebracht – vor allem die drei großen Arten Weißer Hai, Tigerhai und Bullenhai.










