Nachdem Elon Musks Künstliche Intelligenz zur Bildgenerierung Grok auf X (ehemals Twitter) sexualisierte Bilder von Jugendlichen ausgespuckt hatte, war das Entsetzen groß. Erneut. Schon mehrfach war das System in die Kritik geraten. Nun scheint der Tech-Milliardär Konsequenzen aus dem Skandal gezogen zu haben. Die Nutzung von Grok auf X ist ab sofort ausschließlich zahlenden Abonnenten vorbehalten.
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Nutzer ohne bezahltes Abo können aktuell bei der Online-Plattform X keine Bilder mit der Künstlichen Intelligenz erstellen oder bearbeiten lassen. X war in den vergangenen Tagen vermehrt negativ aufgefallen. Nutzer können den KI-Chatbot bislang dazu auffordern, freizügige Bilder von Menschen zu generieren – auch von Kindern. Auf der Plattform finden sich etliche Beispiele, bei denen die KI unter normalen Bildern aufgefordert wird, diese zu sexualisieren. Oft kommt Grok der Aufforderung nach.
Grok bleibt Bildfunktion für Nicht-Abonnenten auf X verwehrt
Bittet man Grok nun auf X, ein Bild zu generieren oder zu bearbeiten, antwortet der Bot: „Die Bilderzeugung und Bearbeitung ist derzeit auf zahlende Abonnenten beschränkt.“ Danach folgt ein Link, um ein solches Abo abschließen zu können. Der britischen Zeitung „The Guardian“ zufolge ist die Funktion den meisten X-Nutzern damit nicht mehr zugänglich.
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Die EU hatte am Donnerstag angekündigt, einen nächsten Schritt bei Ermittlungen gegen das Unternehmen von Elon Musk gehen zu wollen. Die Europäische Kommission habe die US-Firma aufgefordert, interne Dokumente zu Grok nicht zu vernichten, sondern bis Ende des Jahres aufzubewahren, sagte ein Sprecher. Es gebe Zweifel daran, ob sich X an europäische Digitalgesetze halte.
EU-Kommissionssprecher: „Das ist illegal“
Laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) sagte der EU-Kommissionssprecher: „Wir haben beobachtet, wie Grok antisemitische Inhalte und in jüngerer Zeit auch sexuelle Darstellungen von Kindern generiert hat. Das ist illegal. Das ist inakzeptabel.“ Eine Deaktivierung von Grok in der EU zu erwirken, sei nicht das Ziel der EU-Kommission und eher ein letztes Mittel.
Grok schockiert mit Lobpreisungen für Hitler
An Silvester entschuldigte sich der Chatbot dafür, ein Bild von zwei Mädchen im Teenager-Alter „in sexualisierten Outfits“ erstellt und geteilt zu haben. „Es handelte sich um ein Versagen unserer Sicherheitsvorkehrungen, und ich entschuldige mich für alle dadurch entstandenen Schäden“, schrieb Grok auf X. Im Sommer hatte Grok bereits mit Lobpreisungen für Adolf Hitler schockiert.
Kritik an der KI kommt auch aus Großbritannien. Premierminister Keir Starmer bezeichnete die Deepfake-Bilder von Kindern als „widerlich“. Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom hatte X am Montag um dringende Stellungnahme gebeten.
dpa/jle




