Premiere im Bundestag: Zum ersten Mal überhaupt hat mit Giovanni Zarrella ein Künstler direkt unter der Glaskuppel im Reichstag gesungen – auf Einladung von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner. Am Donnerstagnachmittag hat dieses Novum im Rahmen des gemeinsamen Adventssingens aller Parteien stattgefunden. Zarrella gab Weihnachtslieder zum Besten – aber auch Klöckner stimmte mit ein.

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„Es ist für mich eine wirklich große Ehre, an diesem historischen Ort für das Land, in dem ich geboren und aufgewachsen bin, singen zu dürfen“, schrieb Zarrella am Donnerstagabend auf Instagram – und teilte ein Video der Veranstaltung, das bereits mehr als 750.000 Aufrufe hat. Insbesondere „in diesen so anspruchsvollen Zeiten“ könne Musik eine große Unterstützung sein und Menschen verbinden, so der 47 Jahre alte Sänger weiter.
Klöckner singt mit Zarrella und Gästen „O Du Fröhliche“ im Bundestag
„Es hat noch nie jemand hier gesungen unter dieser Kuppel“, sagt Julia Klöckner in Zarrellas Video. Dann sind Aufnahmen des Künstlers zu sehen, wie er „Ave Maria“ singt, und für Begeisterung und Beifall im Saal sorgt. Wie aus weiteren Videos in sozialen Netzwerken zu entnehmen ist – unter anderem von Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Die Linke) – sangen auf der Veranstaltung Mitglieder aller Parteien unter anderem die Weihnachtslieder „Stille Nacht, heilige Nacht“ und „Leise rieselt der Schnee“.
In einer Instagram-Story, die Julia Klöckner verbreitet hat, steht die Bundestagspräsidentin neben dem Künstler – beide singen gemeinsam mit den Menschen, die sich unter der Kuppel versammelt haben, „O Du Fröhliche“ im Chor. Während Zarrella dann „Ave Maria“ singt, zückt Julia Klöckner ihr Smartphone und filmt die Szenerie in der weihnachtlich geschmückten Kuppel.

Bundestag: Als Giovanni Zarella „Ave Maria“ sang, „blieb kein Auge trocken“
Auch Unionskollegin Dorothee Bär lobte in ihrem Instagram-Profil das „zauberhafte musikalische Zusammenkommen unter der Reichstagskuppel“ – und postete ein gemeinsames Foto von Klöckner, Zarrella und sich selbst. Der Auftritt von Zarrella sei demnach eine „besondere Überraschung“ gewesen, die Julia Klöckner organisiert habe. „Als er das ‚Ave Maria‘ sang, blieb kein Auge trocken“, schrieb Bär mit dem Hashtag „#schönsterarbeitsplatzderwelt“.
Unter Zarrellas Instagram-Beitrag freuen sich mehrere Menschen über seinen Auftritt an diesem besonderen Ort. „Wow, was für eine Ehre. Einfach super!!! Herzlichen Glückwunsch“, „Gänsehaut“, „Giovanni for President“ oder „Wow 😍 die Location kam jetzt unerwartet“, schreiben unterschiedliche Nutzerinnen und Nutzer.
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Kritik am Adventssingen im Bundestag mit Giovanni Zarella: „Frechheit“
Während viele Kommentatoren auf Instagram die Freude über diesen einmaligen Auftritt mit Zarrella teilen, gibt es bei Facebook auch Kritik an der Aktion. „Du warst super, Giovanni, wie immer. Aber mit Nestlé-Julia, musste das wirklich sein?“, „Wow demnächst wird er Außenminister dank Pilawa“ oder „Oh Gott, schlimmer geht wohl immer“, schreiben dort einige Kommentatoren.
Die Veranstaltung wird unter anderem als „weiterer PR Termin für Frau Klöckner“ bezeichnet. Auch die Performance von „Ave Maria“ wird kritisch gesehen: „Wenn man nicht singen kann, verändert man einfach Rhythmus und Tonhöhe“, schreibt ein User. Andere ärgern sich über einen anderen Aspekt: das Geld, das die Veranstaltung gekostet haben muss. Eine Nutzerin schreibt: „Von unseren Steuergeldern bezahlt. Scheinbar muss nur die Bevölkerung mit Einsparungen rechnen, aber die Politiker nicht. Frechheit....“
viv





![Friedrich Merz (CDU) und Bärbel Bas (SPD) im Juni im Bundeskanzleramt. Pressekonferenz [press conference] nach der ?bergabe des Berichts der Altersicherungskommission zur Rentenreform in Berlin](https://img.sparknews.funkemedien.de/413277497/413277497_1790592399_v16_9_1200.jpeg)


