
Schockfund an der Uni Tübingen: In einem Keller unter dem Hörsaalzentrum sind gleich zwanzig exotische und gefährliche chilenische Einsiedlerspinnen entdeckt worden – eine Art, die eigentlich ausschließlich in Südamerika vorkommt. Das berichtet der „SWR“.
Hubert Höfer, Leiter des Referats Zoologie am staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe, schätzt den Fund als weniger ungewöhnlich ein: „Die Art wird allerdings häufig verschleppt und wurde inzwischen in zahlreichen Ländern außerhalb Südamerikas entdeckt“, sagt Höfer.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Das liege auch daran, dass sie häufig in Gebäuden lebe und von dort etwa in Exportgüter gelange. Über den spektakulären Fund hatten zuvor bereits mehrere Medien berichtet.
Auch interessant
Chilenische Einsiedlerspinne: Wie gefährlich ist ihr Biss wirklich?
Die Chilenische Einsiedlerspinne (Loxosceles laeta) gilt als menschenscheu und ist nachtaktiv. Bisse sind laut der Uni Tübingen selten. Durch einfache Vorsichtsmaßnahmen lasse sich der Kontakt zwischen Spinne und Mensch vermeiden. Sollte es dennoch zu einem Biss kommen, sei eine ärztliche Behandlung notwendig.
Denn in seltenen Fällen könne es zu Nekrosen (schweren Gewebeschäden) kommen. „Um das Risiko zu minimieren, hat die Universität umgehend alle Nutzerinnen und Nutzer der betroffenen Räume informiert und Maßnahmen zur Bekämpfung der Spinne eingeleitet“, teilte die Uni mit. In den umliegenden Räumen seien keine weiteren Spinnen gefunden worden.
pau/dpa




