Die Vogelgrippe breitet sich in Deutschland weiter aus. In mehreren Bundesländern mussten Geflügelbetriebe vorsorglich Tausende Tiere töten, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Auch bei Wildvögeln greift der Erreger um sich: Tausende Kraniche wurden bereits tot aufgefunden, Experten warnen vor noch deutlich mehr Fällen. Vor diesem Hintergrund fragen sich Tierhalter zunehmend besorgt, ob die Vogelgrippe auch für ihre Haustiere gefährlich werden kann.

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Wie hoch das Risiko ist, hängt von der jeweiligen Art ab. „Katzen sind grundsätzlich empfänglich für das Virus“, erklärt Prof. Dr. Christa Kühn, Präsidentin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Hund würden sich dagegen kaum anstecken. „Wir wissen aus den USA, dass Katzen nach Kontakt mit infizierten Tieren erkranken und teilweise sterben können“, erklärt die Expertin weiter. Eine Übertragung von Katze auf Mensch sei jedoch weltweit noch nie beobachtet worden.

Tierschutz Gladbeck
Auch Hunde und Katzen können sich mit der Vogelgrippe infizieren. Tierhalter sollten bei einem Verdacht auf Infektion einen Tierarzt aufsuchen.© FUNKE Foto Services | Lars Fröhlich

Vogelgrippe bei Haustieren: Diese Symptome deuten auf eine Infektion

Laut dem Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz können sich Hunde und Katzen nur bei intensivem Kontakt mit infizierten Vögeln mit dem Vogelgrippevirus anstecken. Dafür ist allerdings eine hohe Viruslast notwendig, also eine große Menge an Viren im Kadaver. Gefährlich könne es werden, wenn Haustiere erkrankte oder verendete Vögel fressen oder sich in einem Stall mit infiziertem Geflügel aufhalten.

Verschiedene Symptome können Anzeichen einer Erkrankung sein, darunter:

  • Teilnahmslosigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Fieber
  • Atembeschwerden
  • Atemgeräusche
  • Husten, Nasenausfluss
  • Augenentzündung
  • Durchfall
  • Zentralnervöse Störungen
  • Gelbsucht

Haustierhalter sollten bei Verdacht umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

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Tierhalterinnen und Tierhalter können ihre Haustiere mit einigen einfachen, aber effektiven Maßnahmen schützen. Dazu gehört, den Kontakt zu nachweislich erkranktem Hausgeflügel zu vermeiden und Abstand zu kranken oder verendeten Wildvögeln zu halten. „Wer in betroffenen Gebieten lebt, sollte Katzen möglichst im Haus halten und Hunde an der Leine führen“, empfiehlt Christa Kühn.

Eine Infektion von Hunden und Katzen durch rohes Geflügelfleisch aus dem Lebensmittelhandel ist äußerst unwahrscheinlich. Dennoch raten Experten generell davon ab, rohes Geflügel an Haustiere zu verfüttern, um jegliches Risiko einer Ansteckung mit Krankheitserregern zu vermeiden.

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Sollte bei einem Hund oder einer Katze eine Infektion mit dem Vogelgrippevirus festgestellt werden, empfehlen Tierärzte bestimmte Schutzmaßnahmen, um eine Ausbreitung zu verhindern. Dazu gehört, die betroffenen Tiere in einem separaten Raum unter Quarantäne zu halten und den körperlichen Kontakt so weit wie möglich zu vermeiden. Außerdem sollten alle Gegenstände wie Näpfe oder Körbchen gründlich desinfiziert und die Räume mit haushaltsüblichen Reinigungsmitteln gesäubert werden. Nach jedem Kontakt mit dem Haustier ist es wichtig, die Hände gründlich zu waschen und zusätzlich zu desinfizieren.