Nach mehreren Tagen der intensiven Suche gibt es Gewissheit: Am Dienstag entdeckte eine Spaziergängerin in einem Waldstück bei Klein-Upahl eine Kinderleiche, bei der es sich um den seit Fretiag vermissten 8-Jährigen Fabian aus Güstrow handelt. Das bestätigten Polizei und Staatsanwaltschaft. Um die geschockten Eltern in dieser schwierigen Phase zu unterstützen, hat ein Onkel nun einen Spendenaufruf gestartet – mit großer Resonanz.

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Vermisster Fabian: Spendenaktion soll Kosten der Beerdigung decken

Auf der Plattform „GoFundMe“ wurde am Mittwoch eine Aktion mit dem Titel „In Trauer um Fabian“ gestartet. Laut Ostseewelle wurde diese von dem Onkel des Verschwundenen ins Leben gerufen. Dieser schreibt in dem Beitragstext auf der Webseite: „Der plötzliche und grausame Verlust unseres geliebten Fabian hat eine Lücke hinterlassen, die nie wieder zu füllen sein wird.“ Fabian sei ein fröhlicher, liebevoller und aufgeweckter Junge gewesen, der das Herz eines jeden berührt habe, der ihn kannte. In dem Aufruf wurde zudem ein Bild des Jungen, wie er mit Engelsflügeln auf einer Wolke sitzt, geteilt.

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Die Familie des Jungen stehe nun vor einer „unfassbar schweren Zeit“ und er wolle ihnen nun ein wenig die Last nehmen. Denn auch wenn Fabians Eltern getrennt leben, hätten sie immer in gutem und regelmäßigem Kontakt gestanden „und sich gemeinsam um Fabian gekümmert. Beide verbindet ihre tiefe Liebe zu ihrem Sohn“. Es gehe nun darum, Fabian einen „würdevollen und liebevollen Abschied zu ermöglichen – so, wie er es verdient hat.“ Das aus der Aktion eingenommene Geld solle beiden Elternteilen ermöglichen, die Kosten der Beerdigung zu decken und ihnen die anstehende Zeit finanziell erleichtern.

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Fünfstelliger Betrag: Tausende spenden für vermissten Jungen aus Güstrow

Dem Aufruf folgten bereits über Tausend Menschen. Dabei variieren die Beträge stark: Manche spendeten fünf andere sogar 1000 Euro. Das anfänglich gesetzte Ziel von 20.000 Euro wurde schon nach kurzer Zeit übertroffen. Aktuell zeigt die GoFundMe-Seite einen Spendenstand von mehr als 35.000 Euro an (Stand: 17. Oktober, 14.55 Uhr). Laut Ostseewelle soll das Geld von einer ortsansässigen Rechtsanwältin als Treuhand übergeben werden.

Tatsächlich gibt es für die Hinterbliebenen von Gewaltverbrechen noch weitere Möglichkeiten als private Spendenaufrufe. So stehen ihnen laut dem Sozialen Entschädigungsrecht (SER) auf Antrag bei den Versorgungsämtern der Länder eine Unterstützung bei den Beerdigungskosten, therapeutischen Behandlungen und unter Umständen auch andere Leistungen wie Hinterbliebenenrenten zu. Speziell bei den Kosten der Beisetzung könnten Betroffene mit Zahlungen im mittleren vierstelligen Bereich entlastet werden, erklärt die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen gegenüber dieser Redaktion.

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Zudem habe man weitere Ansprüche im Falle eines Strafverfahrens. Darunter zählen etwa eine Nebenklagevertretung sowie eine psychosoziale Prozessbetreuung. Weitere Informationen und Unterstützung erhalten Betroffene in den in vielen Bundesländern vertretenen Opferberatungsstellen oder bei gemeinnützigen Vereinen wie dem Weißen Ring.