Im Fall eines in Costa Ricas beliebter Urlaubsregion Puntarenas getöteten Paares gibt es neue Erkenntnisse: Bei der auf einem Grundstück gefundenen Männerleiche handelt es sich um einen 60 Jahre alten Deutschen, wie die Ermittlungsbehörde OIJ nach einer forensischen Untersuchung mitteilte. Die Frau wurde als 57-jährige Österreicherin identifiziert. Zuvor hatte es geheißen, auch sie sei Deutsche. Beide Opfer wiesen nach Angaben der Polizei Schussverletzungen auf.

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Die vergrabenen Leichen wurden auf einem Finca-Grundstück nahe der Stadt Quepos an der Pazifikküste gefunden. Die Autopsie ergab, dass die Frau von drei Schüssen getroffen wurde. Der Mann erlitt nur eine Schussverletzung. Ob die Schüsse auch die Todesursache waren, sei bisher nicht geklärt, sagte ein Polizeisprecher. Laut offiziellen Angaben nutzten die Opfer ihre Finca dort als Zweitwohnsitz. Das Paar habe über eine Aufenthaltsgenehmigung verfügt und sei ständig ein- und ausgereist, laut Zúñiga zuletzt im September.
Deutsch-Österreicher in Costa Rica getötet? Polizei geht von Gewaltverbrechen aus
Nachbarn hatten das Paar zuletzt am Sonnabend angetroffen, als die beiden mit ihren Hunden spazieren gingen. „Am Samstagnachmittag sahen wir, wie sie mit dem Auto wegfuhren, danach haben wir sie nicht mehr gesehen“, gaben Anwohner gegenüber lokalen Medien zu Protokoll. Das Tor habe offen gestanden. „Aber wir dachten, sie wären im Haus“, berichtete eine Nachbarin. Wie die Kriminalpolizei nun mitteilte, habe die Behörde ein anonymer Hinweis aus der Nachbarschaft erreicht, dass in dem Haus eine Gewalttat passiert sei.
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Bei der Durchsuchung ihrer Finca am Montagabend (Ortszeit) fanden die Beamten zunächst Anzeichen von Gewalt, wie Zúñiga mitteilte. Das Grab des Paares sei nicht sofort gefunden worden, sondern erst am nächsten Tag mit Hilfe eines Spürhundes. „Im Schlafzimmer, an mehreren Stellen, sieht man, dass versucht wurde, die Spuren der Tat zu verwischen“, erklärte Zúñiga. Auf dem Grundstück seien die Ermittler schließlich auf eine Grube gestoßen. Nach einer mehrere Stunden dauernden Ausgrabung wurden die beiden leblosen Körper freigelegt, laut Polizei „gefesselt in einer Art Tasche“.
Die Leichen waren laut den Ermittlern an den Händen gefesselt. Im Haus wurden demnach Blutspuren gefunden – die Küche war offenbar gereinigt worden, um Spuren zu beseitigen. Die Polizei geht von einem Raubmord aus.

Costa Rica: Urlaubsparadies galt lange als vergleichsweise sicher – was sich nun geändert hat
Costa Rica ist ein beliebtes Urlaubs- und inzwischen auch Auswanderer- und Flüchtlingsziel, weil es Jahrzehnte als sicher und stabil galt und es im Vergleich zu den unruhigen und gewaltsamen Nachbarländern Zentralamerikas mit niedrigen Kriminalitätsraten hervorstach. Das hat sich aber seit einigen Jahren geändert. Mittlerweile hat auch die Drogenmafia in dem Land Fuß gefasst. In Costa Rica wurden vergangenes Jahr 880 Morde verübt, die zweithöchste Zahl an gewaltsamen Todesfällen in der Geschichte des Landes. Lediglich 2023 gab es noch mehr Morde.
OIJ confirma el hallazgo de dos cuerpos (un masculino y una femenina) enterrados en las inmediaciones de Finca Cerros de Quepos , dentro de la propiedad de una pareja de alemanes que se encuentran reportados como desaparecidos desde el día de ayer. El móvil sería el asalto.
— DirectorOIJ (@DirectorOIJ) 24. September 2025
In Costa Rica sollen nach Behördenangaben 2238 Deutsche leben. Die Lufthansa fliegt das Land drei Mal die Woche aus Frankfurt direkt an. Insgesamt sind in den vergangenen Jahren vor allem Menschen aus dem benachbarten Nicaragua vor der dortigen Gewalt und der autokratischen Regierung geflohen.
350.000 Nicaraguaner leben in Costa Rica, gefolgt von Migranten aus Venezuela (28.000), Kolumbien (25.000) und El Salvador (16.000). An vierter Stelle folgen US-Amerikaner mit 15.000. Bei ihnen handelt es sich zum großen Teil um Auswanderer oder Rentner, die in dem tropischen Land überwintern.
mit dpa







