Es hätte ein spektakuläres Manöver werden sollen – und endete in einem tödlichen Feuerball: In Polen ist ein Kampfjet-Pilot bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Das bestätigte die polnische Regierung am Donnerstagabend. Der Unfall ereignete sich gegen 19.30 Uhr bei Proben für eine Flugschau in Radom.

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Videos in den sozialen Netzwerken zeigen, wie die F-16 der polnischen Luftwaffe ein anspruchsvolles Kunstflugmanöver ausführt. In den Aufnahmen sogenannter Spotter ist dann zu sehen, wie sich er Kampfjet immer mehr dem Boden nähert, bevor er plötzlich auf die Landebahn aufschlägt und in einem langgezogenen Feuerball vergeht.
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Pilot kämpfte mit seiner Maschine
Pilot Major Maciej „Słab“ Krakowian konnte sich vor dem Absturz nicht aus der Maschine retten. Er explodiert mit seinem Jet. Bis zuletzt habe er mit seinem Flugzeug gerungen, um den Absturz zu verhindern, schreiben polnische Medien. Wahrscheinlich wollte er Verletzte oder Tote vermeiden. Deswegen habe er seinen Schleudersitz nicht ausgelöst. Von der polnischen Armee heißt es, am Boden wurde niemand verletzt.
Additional footage of the Polish Air Force F-16 demonstrator crash this evening in Radom. pic.twitter.com/VORLlCrHiR
— OSINTtechnical (@Osinttechnical) 28. August 2025
„Großer Verlust“ für die Luftwaffe
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk sprach der Familie des Toten sein Beileid aus. „Möge sein Andenken geehrt werden! Der Familie und den Angehörigen spreche ich von ganzem Herzen mein tiefstes Mitgefühl aus“, schrieb Tusk bei X.
Auch Präsident Karol Nawrocki drückte seine Anteilnahme aus. Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz reiste noch am Abend des Unfalls an die Unglücksstelle und bezeichnete den Verlust des Piloten als „großen Verlust“ für die polnische Luftwaffe.
W katastrofie samolotu F-16 zginął polski pilot. Cześć Jego pamięci! Rodzinie i bliskim składam z całego serca najgłębsze wyrazy współczucia.
— Donald Tusk (@donaldtusk) 28. August 2025
Die für den 30. und 31. August 2025 geplante „Air Show Radom“, eine der größten Luftfahrtveranstaltungen Polens, wurde aufgrund des Unglücks abgesagt. Die polnische Luftwaffe verfügte vor dem Absturz über 48 F-16-Kampfflugzeuge (36 F-16C und 12 F-16D, Block 52), die seit 2006 im Dienst sind.
Die genaue Ursache des Absturzes ist derzeit unklar, und Ermittlungen laufen. Erste Analysen deuten auf einen möglichen Pilotenfehler oder technische Probleme hin, jedoch stehen konkrete Ergebnisse noch aus. Der Absturz überschattet die „Air Show Radom“ und wirft Fragen zur Sicherheit von Kunstflugvorführungen auf. Major Krakowian galt als erfahrener Pilot.
pcl/mit AFP






