Der vor einer Woche (21. August 2025) im Einsatz erschossene Polizist (34) im Saarland ist mit der Dienstwaffe eines Kommissaranwärters getötet worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit. Demnach soll es dem 18-jährigen Beschuldigten in Völklingen im Zuge eines Handgemenges „auf noch nicht hinreichend geklärte Weise“ gelungen sein, die Dienstwaffe des Kommissaranwärters an sich zu nehmen. „Die genauen Abläufe und Umstände, die hierzu geführt haben, sind Gegenstand intensiver Ermittlungen, unter anderem kriminaltechnischer Untersuchungen etwa am Holster“, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Schardt.

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Der Polizist hatte nach einem Tankstellen-Überfall in Völklingen mit einem Kollegen und einem Kommissaranwärter einen 18 Jahre alten Verdächtigen verfolgt. Nachdem dieser in den Besitz der Waffe gelangt war, soll er unmittelbar das Feuer eröffnet haben. „Nach bisherigem Ermittlungsstand soll zuerst der verstorbene Polizeibeamte getroffen worden und zu Boden gegangen sein.“ Unmittelbar danach soll auch der Kommissaranwärter im Bereich der rückwärtigen Schutzweste getroffen worden und zu Boden gegangen sein, wobei die Schutzweste dem Geschoss standgehalten habe und der Kommissaranwärter deshalb nur leicht verletzt worden sein soll, so die Staatsanwaltschaft.
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Zeuge zog Polizisten aus Gefahrenbereich
Eine private Videoaufnahme zeige, dass der Kommissaranwärter von einem Zeugen aus dem Gefahrenbereich gezogen worden sei. Anschließend soll der Täter noch auf den bereits am Boden liegenden Beamten geschossen haben, dieser starb später an den schweren Verletzungen.

Der Kommissaranwärter soll nach bisherigen Erkenntnissen den Beschuldigten zuerst erreicht und versucht haben, ihn festzuhalten. Hierauf soll es zu dem Handgemenge gekommen sein. Der Verdächtige wurde kurze Zeit von zwei Schüssen weiterer herbeigeeilter Polizeibeamter getroffen und festgenommen. Nach den bisherigen Erkenntnissen soll der Beschuldigte bis zur Festnahme alle 17 Patronen aus der Polizeiwaffe abgefeuert haben. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des schweren Raubüberfalls, des Mordes und des zweifachen versuchten Mordes ermittelt.
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Völklingen: Beschuldigter noch in gesundheitlich kritischem Zustand
Laut Staatsanwaltschaft befindet er sich nach wie vor in kritischem Zustand und in intensivmedizinischer Behandlung in einem Krankenhaus. Es sei nicht absehbar, wann er in eine Justizvollzugsanstalt verlegt werde. Untersuchungen zu einer etwaigen psychoaktiven Beeinflussung durch Alkohol oder andere Rauschmittel seien noch nicht abgeschlossen. Auch lägen noch keine validen Erkenntnisse zu etwaigen psychischen Erkrankungen vor. „Allerdings haben sich Hinweise darauf ergeben, die möglicherweise auf psychische Beschwerden hindeuten könnten“, erklärte Schardt.
Auch der Innenausschuss des Landtages beschäftigte sich am Morgen mit dem Fall und ließ sich über neue Ermittlungserkenntnisse informieren.
dpa/dw










