In einem abgelegenen Waldstück nahe des Zvičina-Hügels sind zwei Wanderer auf einen gut verborgenen Goldschatz gestoßen. Der Ort liegt am Fuße des Riesengebirges in der Tschechischen Republik. Versteckt in einem unscheinbaren Steinhügel entdeckten sie eine Sammlung aus Goldmünzen, Armbändern und weiteren hochwertigen Objekten – sorgfältig verstaut in zwei Metallbehältern.

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Der Gesamtwert des Fundes wird auf über 340.000 US-Dollar (knapp 294.000 Euro) geschätzt. Historiker vermuten, dass der Schatz in einer der unruhigsten Epochen des 20. Jahrhunderts versteckt wurde – möglicherweise während oder unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, wie „Live Science“ berichtet.

Forscher staunen über Sensationsfund: Münzen aus einem Jahrhundert politischer Umbrüche

Der etwa 6,8 Kilogramm schwere Fund umfasst 598 Goldmünzen aus verschiedenen Ländern und Epochen. Die Prägungen reichen von 1808 bis 1915 und stammen unter anderem aus Frankreich, Belgien, dem Osmanischen Reich, Russland sowie dem ehemaligen Österreich-Ungarn. Auffällig ist, dass einige Münzen Nachprägungen aus dem Jahr 1921 tragen, die vermutlich in jugoslawischen Provinzen erfolgten. Diese sogenannten Kontramarken könnten nach dem Ersten Weltkrieg hinzugefügt worden sein.

Neben der Münzkassette entdeckten die Finder eine weitere Metallbox. Diese enthielt zehn Armbänder, 16 Zigarettenetuis, eine Drahttasche, eine Kette, einen Kamm und eine Puderdose – alles aus gelbem Metall, möglicherweise einer Goldlegierungen. Bislang konnten weder ihre genaue Herkunft noch ihr exaktes Alter bestimmt werden.

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Zwischen Flucht und Vertreibung: Der Schatz als stummer Zeuge der Geschichte

Historiker vermuten, dass der Schatz während einer der großen Migrationswellen versteckt wurde. Eine Hypothese lautet „Live Science“ zufolge, dass Menschen jüdischen Glaubens ihn 1938 vergruben, als sie vor der Verfolgung durch das nationalsozialistische Deutschland flohen. Die geografische Nähe zu einstigen deutsch-tschechischen Siedlungsgrenzen stützt diese Theorie.

Bis 1945 hatte sich die jüdische Bevölkerung der Region dramatisch verringert – nur 14.000 von ursprünglich 118.000 blieben nach Deportationen in Ghettos und Konzentrationslager übrig.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Schatz erst nach dem Krieg versteckt wurde. Damals – 1945 – wurden über drei Millionen Deutsche aus der Tschechoslowakei vertrieben. Auch dies könnte Anlass gewesen sein, Wertgegenstände in Sicherheit zu bringen.

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Erstaunlicher Fund in Ostböhmen: Museum untersucht die Herkunft des Schatzes

Das Ostböhmische Museum in Hradec Králové, das den Schatz nun verwahrt, hat eine umfassende Untersuchung eingeleitet. Neben der Analyse der Objekte suchen Historiker in Archiven nach Hinweisen auf mögliche Vorbesitzer. Dabei geht es weniger um den eigentlichen Wert der Münzen – wie Miroslav Novák vom Museum betont. Das Gold „wurde absichtlich versteckt, weil es sich um Edelmetall handelte“, zitiert „Live Science“ den Experten.