Bei Ausgrabungen im nordägyptischen Tell Abu Saifi stießen Archäologinnen und Archäologen auf eine über 2000 Jahre alte, sorgfältig angelegte Allee aus 500 Pflanzkreisen. Die mit Lehm eingefassten Kreise verliefen beidseitig entlang einer Straße, die direkt auf den Eingang einer ptolemäischen Festung zulief – so das ägyptische Ministerium für Tourismus und Altertümer in einer Erklärung.

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Es handelt sich um einen seltenen archäologischen Beleg für landschaftsarchitektonische Gestaltung im militärischen Kontext des Altertums. Noch ist nicht sicher, welche Baumarten dort wuchsen – dies soll durch die Analyse von Wurzelresten bestimmt werden.
Forscher staunen über altägyptische Anlage: Wehrhafter Graben schützte gegen Angriffe
Die Festung von Tell Abu Saifi war während der ptolemäischen Epoche (ca. 304–30 v. Chr.) und der darauffolgenden römischen Periode (bis 642 n. Chr.) in Betrieb. Sie wurde über Jahrhunderte hinweg erweitert und umgebaut, wie „Live Science“ berichtet. Der neue Fund bestätigt nicht nur die strategische Bedeutung des Bauwerks, sondern auch die Bemühung, es mit repräsentativer Landschaft zu umgeben – ein Zeichen dafür, dass militärische Anlagen im Alten Ägypten auch symbolischen Wert hatten.
Ein über zwei Meter tiefer Graben, der die Festung einst umgab, zeugt von ihrer wehrhaften Funktion. Er sollte die Garnison gegen Angriffe schützen – sowohl von äußeren Feinden wie dem Seleukidenreich als auch von inneren Rebellengruppen.
Spannende Achäologie-Artikel – für Sie recherchiert
Für die Fachwelt ist der Fund von besonderem Interesse. Die Philologin Prof. Elizabeth Macaulay von der City University of New York hält die Entdeckung für bemerkenswert: „500 Bäume wären zwar viel gewesen, aber wir haben Hinweise aus Papyri und archäologischen Ausgrabungen auf den großflächigen Anbau von Pflanzen – Weinreben, Obstbäumen und Bäumen – im ptolemäischen Ägypten.“ Sie verweist auf schriftliche Überlieferungen und frühere archäologische Belege, die ähnliche gärtnerische Strukturen nahelegen.
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Ägyptische Militärarchitektur: Weitere Funde in der Region verblüffen Archäologen
Neben der Baumallee brachten die Grabungen weitere Erkenntnisse zutage: Soldatenquartiere, möglicherweise auch mit Wohnbereichen für deren Familien, sowie ein 100 Meter langer und 11 Meter breiter, mit Kalksteinplatten gepflasterter Straßenabschnitt, der offenbar militärischen Zwecken diente.
Überraschenderweise stießen die Forscher auch auf vier Ecken eines bisher unbekannten Bauwerks. Die Funktion und das Alter dieser Struktur bleiben jedoch vorerst ein Rätsel. Es könnte sich um eine noch ältere Festung handeln – oder um ein bislang völlig unbekanntes Element der ägyptischen Militärarchitektur.








