Aspendos, einst eine blühende Stadt in der Antike, gibt erneut ein faszinierendes Geheimnis preis. Archäologen haben eine beeindruckende Entdeckung gemacht, die Licht auf die römische Vergangenheit der Region wirft. Die gefundene Statue stellt eine zentrale Figur der Mythologie dar und ist bemerkenswert gut erhalten. Doch sie ist nicht das einzige Artefakt, das bei den jüngsten Ausgrabungen zutage kam.

Forscher staunen in der Türkei: Ein erstaunlicher Schatz aus der römischen Epoche entdeckt

Der Fund, der im Rahmen des archäologischen Projekts „Erbe für die Zukunft“ gemacht wurde, sorgt für Aufsehen. Bereits zuvor wurden Fragmente von Statuen der Gottheiten Aphrodite, Eros, Artemis und Nemesis ans Licht gebracht. Doch das kürzlich in der heutigen Türkei gefundene Kunstwerk übertrifft alle Erwartungen: Inmitten des Nymphäums wurde eine beeindruckende Statue von Hermes freigelegt – dem Götterboten der griechischen Mythologie.

Die Statue eines Mannes, der der rechte Arm fehlt, hält auf dem linken Arm eine kleine Kinderstatue, die ebenfalls zum Teil beschädigt ist.
Hermes und das Dionysos-Kind, ca. 350–330 v. Chr., aus dem Heraion in Olympia, Griechenland. © De Agostini/Getty Images | Getty Images

Die 1,65 Meter hohe Marmorstatue zeigt den Sohn des Zeus in meisterhafter Detailtreue: Mit einem drapierten Umhang, einem Portemonnaie und einem Stab in der linken Hand verkörpert sie die klassische Darstellung von Hermes. Eine weitere faszinierende Feinheit befindet sich auf seinem linken Fuß – eine eingravierte Widderfigur, die in der griechischen Kultur als Symbol für Stärke gilt.

Erste Analysen datieren die Statue in die Zeit zwischen dem späten 2. und frühen 3. Jahrhundert n. Chr., eine Epoche, die stark von römischem Einfluss geprägt war. Experten verweisen zudem auf den ausgeprägten Naturalismus der Skulptur – ein Stil, der in der römischen Bildhauerkunst besonders beliebt war, berichtet das Portal „Archaeology News“.

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Beeindruckende Funde in Aspendos: Weitere lange verborgene Figuren bereichern türkisches Erbe

Der türkische Minister für Kultur und Tourismus, Mehmet Nuri Ersoy, äußerte sich begeistert über den jüngsten Fund. Auf seinem X-Account schrieb er: „In Aspendos, dem stillen Zeugen der Zeit, sind Figuren ans Licht gekommen, die jahrhundertelang begraben waren. Ich danke der Generaldirektion für Kulturerbe und Museen für ihre Beiträge zu diesem Projekt und hoffe, dass diese Artefakte die Kultur- und Tourismuslandschaft unseres Landes bereichern werden.“

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Neben der beeindruckenden Hermes-Statue kamen noch weitere Artefakte ans Licht, unter anderem Marmorköpfe von Aphrodite und Eros, die den einzigartigen regionalen Stil widerspiegeln. Diese Entdeckungen sind eindrucksvolle Zeugnisse der jahrtausendealten Geschichte Aspendos’, die bis ins 5. Jahrhundert v. Chr. zurückreicht. Unter anderem birgt sie ein erstaunlich gut erhaltenes Theater aus dem 2. Jahrhundert und zahlreiche Ruinen eines Stadions, römischer Bäder, einer Basilika und eines aufwendigen Aquäduktsystems. Heute gilt die Stadt als eine der bedeutendsten archäologischen Stätten der Türkei.